OFV plagen Personalsorgen

Obwohl die Verbandsliga Südbaden langsam auf die Zielgerade einbiegt, stehen sich der Offenburger FV und der Freiburger FC im Nachholspiel des 17. Spieltags zum ersten Mal gegenüber. OFV-Coach Kai Eble hat sich zumindest einen Punkt gegen den Favoriten zum Ziel gesetzt…

Nach zuvor drei Spielen ohne Sieg ist der Offenburger FV durch den 3:1-Heimsieg über den FC Auggen am Samstag in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dabei beeindruckte die personell erneut dezimierte Mannschaft mit einem dominanten Auftritt, der Sieg hätte noch deutlich höher ausfallen müssen.

Eine mindestens genauso gute Leistung erhofft sich Trainer Kai Eble auch am Mittwochabend im „Highlight“ gegen Titelaspirant Freiburger FC: „Wir freuen uns auf diese Partie und wollen uns mit einem Erfolgserlebnis noch mal Schwung für den Kampf um Tabellenplatz drei holen. Ein Punkt ist unser Minimalziel.“

Sollte der OFV dem FFC in der Nachholpartie tatsächlich etwas Zählbares abtrotzen, würde das sicher auch bei Spitzenreiter SV Linx für Jubel sorgen. „Klar können wir unserem Rivalen aus Linx einen großen Gefallen machen. Doch das steht nicht im Vordergrund, wir spielen in erster Linie für uns“, macht Eble deutlich. Fakt ist aber, dass der OFV durchaus zum Zünglein an der Waage im Meisterschaftsduell werden könnte, schließlich gastiert der SV Linx am vorletzten Spieltag an der Badstraße, ehe der OFV zum Saisonabschluss beim FFC antreten muss.

Doch das ist Zukunftsmusik. In der Gegenwart plagen Kai Eble nach wie vor große Personalsorgen. Meller Aziz fällt mit Muskelfaserriss definitiv aus. Äußerst fraglich ist zudem der Einsatz der angeschlagenen Dimitrios Tsolakis (Sprunggelenk), Artur Baitenger (Hüftbeuger) und Kapitän Marco Petereit (Oberschenkel). Der gegen Auggen stark aufspielende Fabian Feißt laboriert an einer Fußprellung, sollte gegen den FFC aber wieder auflaufen können. „Das macht die Situation natürlich nicht einfacher, ich werde personelle Umstellungen vornehmen müssen“, will sich Eble noch nicht festlegen, ob er Abwehrchef Nico Schlieter erneut offensiv einsetzen oder wieder in den Defensivverbund zurückbeordern wird.

Dennoch gibt sich der OFV-Trainer vor dem Gastspiel der mit 78 Saisontoren besten Offensive der Liga kämpferisch: „Wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben, brauchen dafür aber einen sehr guten Tag und das nötige Matchglück.“ Gegen die schnellen und passsicheren Offensivspieler der Breisgauer sei es wichtig, ein eigenes Tor vorzulegen. „Mit der offensiven Ausrichtung und hohen Deckung ist der FFC in der Rückwärtsbewegung anfällig“, will sich Eble nicht verstecken. (Lokale Quelle: Mittelbadische Presse, Bild: U. Marx)