Bemerkung: Der Süddeutsche Vereinspokalwettbewerb wurde erstmals im Jahr 1918 als Pokalmeisterschaft des Verband Süddeutscher Fußballvereine (VSFV) ausgetragen. Nach fünf Jahren Pause - zwischen 1928 bis 1931 - wurde im Spieljahr 1932 wieder um den Süddeutschen Pokal gespielt. Die letzte Austragung vor dem Zweiten Weltkrieg war im Spieljahr 1933.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten hatten sich Deutschlands Fußballobere endlich entschlossen, einen nationalen Pokal bereitzustellen. Auch deshalb, um kleineren Vereinen die Chance einzuräumen, irgendwann einmal einen „Großen auf den falschen Fuß“ zu erwischen. Somit begann am 06. Januar 1935 eine über das ganze Kalenderjahr ausgetragene Deutsche Vereinspokalmeisterschaft, im Volksmund Tschammerpokal oder Goldfasanenpokal, genannt. Für die in Gau- und Bezirksligen spielenden Vereine bestand Teilnahmepflicht, wobei die Gauligisten zum Großteil erst in der Hauptrunde in den Wettbewerb eingriffen. Die anderen Vereine des Reichsfachamts für Fußball war die Teilnahme freigestellt.
Die Austragungen der Vorrundenspiele fanden bis zur ersten Hauptrunde auf regionalen Ebenen statt. Im Gau Baden wurde hierbei mit der Badischen- und anschließend fortfahrend mit der Süddeutschen Hauptrunde begonnen bzw. fortgefahren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg benötigte die Entwicklung des Vereinspokalwettbewerbs in Südbaden einige Zeit. Zwar wurde von 1946 bis 1951 in der französisch besetzten Zone der Südbadische Pokal der französischen Militärregierung ausgetragen, konnte er sich jedoch wenig etablieren und wurde eingestellt. Erst die Aussicht, sich für die Süddeutsche Pokalhauptrunde qualifizieren zu können, weckte schlagartig das Interesse der Vereine, so dass der Südbadische Vereinspokal ab 1957 wieder starkes Interesse fand.

Die Wiedergeburt des Süddeutschen Vereinspokalwettbewerbs im Jahr 1952 diente als Ausscheidungsturnier zur Teilnahme am DFB-Pokal. Die sechs Teilnehmer aus dem Süden wurden im ersten Jahr per Gruppenspiele mit Hin- und Rückspielen ermittelt (siehe auch Spiele des Offenburger FV). Der Gruppenerste war für den DFB-Pokal qualifiziert. In den folgenden Jahren wurde der Pokal in der K.O.-Runde ausgetragen. Begonnen wurde hierbei mit einer Süddeutschen Pokalhauptrunde. In der Saison 1973/74 fand die letzte Ausspielung des Süddeutschen Vereinspokalwettbewerbs statt.

Seit Einführung der 2. Bundesliga zur Saison 1974/75 sind die Mannschaften der ersten Ligen direkt für den DFB-Pokal qualifiziert. Die Amateurvertreter werden über die Verbandswettbewerbe ausgespielt.
 
DFB-Pokalwettbewerb
1975/76 1. Runde 05.08.1975 FSV Cappel/Marburg (H) 2:0
  2. Runde 18.10.1975 Eintracht Frankfurt a.M. (H) 1:5
1978/79 1. Runde 04.08.1978 FC Augsburg (A) 2:4
1980/81 1. Runde 28.08.1980 SC Rot-Weiß Oberhausen (A) 0:1
1981/82 1. Runde 28.08.1981 BTSV Reinickendorfer Füchse Berlin (H) 3:0
  2. Runde 09.10.1981 1. FC Bocholt 1900 (A) 1:2
1982/83 1. Runde 27.08.1982 SV Werder Bremen (H) 1:4
1987/88 1. Runde 29.08.1987 BV Borussia 09 Dortmund (H) 3:3 n.V.
    06.10.1987 BV Borussia 09 Dortmund (A) 0:5
2012/13 1. Runde 18.08.2012 FC St. Pauli 1910 0:3

Südbadischer Verbandspokalwettbewerb (SBFV-Pokal)
1947/48 Finalist   SG Eintracht Singen 2:6
1958/59 Finalist   VfB Bühl 0:1
1960/61 Pokalsieger   FV Ettenheim 5:2
1966/67 Pokalsieger   SC Freiburg 2:0
1971/72 Finalist   SV Waldkirch 1:2 n.V.
1977/78 Finalist   SC Freiburg 1:2
1980/81 Finalist   FC Rastatt 04 0:3
1981/82 Pokalsieger   SV Kirchzarten 3:1
1984/85 Finalist   SV Weil am Rhein 0:1
1986/87 Pokalsieger   FC Konstanz VfR 1900 5:1
1987/88 Finalist   FC Emmendingen 1:3
2008/09 Finalist   FC 08 Villingen 1:3 n.V.
2011/12 Pokalsieger   SV Linx 2:0
 
Süddeutscher Verbandspokal
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Süddeutsche Pokalwettbewerb 1952 wieder ins Leben gerufen. Er diente als Ausscheidungsturnier zur Teilnahme am DFB-Pokal. Die sechs Teilnehmer aus dem Süden wurden im ersten Jahr in Gruppen mit Hin- und Rückspielen ermittelt. Der jeweils Gruppenerste war für den DFB-Pokal qualifiziert. In den folgenden Jahren wurde der Pokal in der KO-Runde ausgetragen. In der Saison 1973/74 fand der letzte Süddeutsche Pokalwettbewerb statt.
 
Süddeutsche Pokalrunde
1951/52 1. Hauptrunde (Gruppe 1) VfB Mühlburg x:x, 1:4
    1. FC Pforzheim x:x, 3:6
    Freiburger FV 0:4, 0:3
    FC Singen 04 x:x, x:x
    ASV Durlach 1:1, x:x
1959/60 Vorrunde I SV Waldhof Mannheim 0:4
1960/61 Vorrunde I VfB Stuttgart 0:4
1961/62 Vorrunde I VfR Mannheim 0:5
1967/68 Vorrunde I SV Stuttgarter Kickers 2:1
  Vorrunde II SSV Reutlingen 1:4
 
Der Süddeutsche Verbandspokal vor 1945
Bemerkung: Erstmals wurde der Wettbewerb im Jahr 1918 als Pokalmeisterschaft des Süddeutschen Fußball-Verbandes ausgetragen. 1927 qualifizierte sich der Pokalsieger für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. Ab 1927 bis 1931 wurde der Pokal als sogenannter Ufa-Pokal ausgespielt, an dem alle Bezirksligavereine teilnahmen, die nicht um die Süddeutsche Meisterschaft spielten. Nach fünf Jahren Pause wurde im Jahr 1932 wieder um den Süddeutschen Pokal gespielt. Von 1935 bis 1943 wurde um den Tschammer-Pokal gespielt, dessen Vorrunde auf regionaler Ebene ausgetragen wurde. Dieser erstmals ausgetragene Deutsche Vereinspokalmeisterschaft, die nach dem damaligen Reichssportführer und Initiator des Wettbewerbs Hans von Tschammer und Osten bezeichnet wurde.
 
Süddeutsche Pokalrunde
1919/20 Vorrunde FT/SC Freiburg 1:2
1939/40 Badische Hauptrunde I FV 08 Kuppenheim 2:6