Die "heiße" Brisanz im Ortenau-Derby gab es nur auf dem Papier. Auf dem Platz vor ungefähr 800 Zuschauern war vom bedingungslosen Kampf um den Klassenerhalt vor allem beim Drittletzten Offenburger FV nichts zu sehen...

“Was wir dargeboten haben, war nicht oberliga-reif. Wenn man nicht den Willen hat, wird es auswärts schwer etwas zu holen“, gab OFV-Trainer Kai Eble nach dem 0:3 und 90 enttäuschenden Minuten seiner Mannschaft unumwunden zu. Der SV Oberachern war in einem schwachen Derby bei idealem Fußball-Wetter der verdiente Sieger. „Der Ausfall von Adrian Vollmer war ein Schock für uns. Das ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", nahm OFV-Trainer Kai Eble seine junge Mannschaft, die durch den Ausfall ihres routnierten Mittelfeldspielers noch weiter an Erfahrung verlor, ein wenig in Schutz. Denn bereits in der sechsten Minute musste der bislang erfolgreichste Torschütze des OFV vom Platz, weil er sich das Knie verdreht hatte. Damit fehlte dem OFV-Team der Kopf, der Antreiber. In der Folge konnten die Offenburger nie ihre Verunsicherung abschütteln und fanden zu keiner Zeit ins Spiel. So nahm der SV Oberachern von Beginn an das Heft in die Hand – allerdings ohne zu glänzen.
Nach der Halbzeit war Oberachern zielstrebiger und es hieß 1:0 für die Heimelf. Anschließend resignierte die junge OFV-Mannschaft. Tormöglichkeiten für die Achertäler häuften sich. Logische Konsequenz das 2:0 für den Gastgeber. Nur einmal während der gesamten 90 Minuten wurde Oberacherns Keeper ernsthaft geprüft. Keven Fegers Direktabnahme entschärfte er mit der Faust. Bei Lukas Schätzles Schuss von der Strafraumkante musste er nicht eingreifen, der ging knapp vorbei. „Der Druck war heute einfach zu groß“, meinte OFV-Trainer Kai Eble nach dem für den OFV erlösenden Schlusspfiff.
Anschließend gab es aber noch einen weiteren Tiefschlag. Der FSV Hollenbach siegte mit 3:1 in Ravensburg und schob sich auf den drittletzten Platz. Als Vorletzter kann der OFV nun auch nicht mehr vom Rückzug der Stuttgarter Kickers II profitieren, da mindestens drei Teams absteigen. Und die Chance, wieder einen Platz nach oben zu klettern, dürfte im letzten Heimspiel am Samstag gegen den FSV 08 Bissingen, der noch um die Meisterschhaft kämpft, gegen Null tendieren. (Quelle und Auszug: Mittelbadische Presse, Bild: U. Marx)

Ausgewählte Stimmen nach dem Spiel
Uwe Hoffmann (Präsident des Offenburger FV): Ich bin vom OFV maßlos enttäuscht. Das war heute kein Kampf, kein Garnichts. Dabei war es unsere letzte Chance für den Klassenerhalt. Die zweite Hälfte war eine Zumutung. Man kann verlieren, aber nicht so.
Heinz Falk (Team-Manager des Offenburger FV): Die erste Hälfte war von uns noch einigermaßen okay. Doch alles in allem waren wir zu ängstlich, haben zu wenig Druck gemacht. Wir haben schlecht gespielt, waren nicht mutig genug. Der Ausfall von Adrian Vollmer war sicher der Knackpunkt.
Marco Petereit (Mittelfeldspieler des Offenburger FV): Das war von uns zu wenig. Für uns reicht es einfach nicht. Wenn dann auch noch Adrian Vollmer ausfällt, haben wir kaum noch Erfahrung auf dem Platz.

Weitere und ausführliche Hintergrund-Informationen zur aktuellen Begegnung finden Sie in der regionalen Online-Ausgabe der ➠ MITTELBADISCHEN PRESSE - LOKALSPORTNACHRICHTEN DER ORTENAU.
 
Begegnung: SV Oberachern – Offenburger FV 3:0 (0:0)
OFV: Sokolov – Schlieter, Kahle, Beiser-Biegert, K. Feger – A. Vollmer (10. Ghrieb, 58. Lawson), Schätzle, Geiler, Tsolakos (58. M. Vollmer) – Anzaldi, Petereit
Schiedsrichter: Erbst (Gerlingen)
Zuschauer: 800
Tor(e): 1.0 (47.), 2.0 (68.), 3:0 (87.)
Besondere Vorkommnisse: --
 
Mittelbadische Presse
 
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