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Verfolgt man den Werdegang des Fußballsports in Offenburg, so sind insbesondere in den Anfangsjahren die Wege sehr verzweigt. Wohl hatte der Fußballsport in Offenburg schon vorher Einzug gefunden. Es war aber mehr ein Schülersport in der Freizeit, welche in "freier Wildbahn" auf Straßen und Plätzen auf zwei Tore bolzten. Das Treten nach diesem kugelartigen Gebilde war damals nicht gern gesehen…

Der Offenburger FV hat GeburtstagEs ist ein bedeutungsvolles Ereignis, wenn ein Sportverein auf ein jahrelanges Bestehen zurückblicken kann. In Jahrzehnten spiegelte sich in der Geschichte einer Gemeinschaft wieder, die sich klein zusammen fand, erweiterte und immer wieder erneuerte in kameradschaftlicher Zusammenarbeit zur Pflege und zur Förderung des Fußballsports. In einer wechselvollen und schicksalhaften Geschichte haben schon mehrere Generationen die Farben des Offenburger FV im sportlichen Wettstreit stolz und erfolgreich getragen. Niemals hatte der Offenburger FV resigniert immer folgte er dem Wahlspruch “Furchtlos und Treu”. Die klare und verantwortungsbewusste Führung des Vereins, der sportliche Wille, der gesunde Ehrgeiz und die Kameradschaft seiner Aktiven trugen dem Offenburger FV als reife Früchte zahlreiche Meisterschaftstitel ein. Möge dem Offenburger FV der gute Geist der Kameradschaft, der ihn stets beflügelte, erhalten bleiben. Der Jugend, den Erben schwer erkämpften Ruhmes, soll es ein Ansporn sein, auf dem Weg der Alten weiter zu schreiten mit dem festen Willen im Herzen, das zu erhalten und weiter auszubauen, was ihnen jene im Vertrauen auf sie überließen.

Etwa im Jahre 1885 brachten englische Geschäftsleute und Studenten das Fußballspiel nach Deutschland. Als fremdes Spiel wurde es mißachtet, verfehmt und niemand konnte ahnen, daß er einmal zum Volkssport in Deutschland werden würde. Auch hatte der Fußballsport in Offenburg Einzug gefunden. Es war aber mehr ein Schülersport in der Freizeit. Allerdings hatten sich schon im Jahre 1905 junge Leute zu einem Verein zusammengeschlossen, aber er hatte nur kurzen Bestand.

Auf Initiative des damals 17-jährigen Egon Kahles versammelten sich am 20. Juli 1907 eine bescheidene Anzahl von Anhängern des runden Lederballs im ”Braustüble” der Brauerei Hund in der Zellerstraße, um sich über die Gründung eines Fußballvereins schlüssig zu werden. Es waren meist Offenburger, junge Kaufleute die in Offenburg arbeiteten und Realschüler - die sich zuvor zu dem geliebten Fußballsport in ihrer Freizeit auf der früheren Pfälerwiese widmeten. Kahles Ziel: ordnungsgemäße Pflege des Fußballsports. Bald stellte sich heraus, dass auch Offenburg einen Fußballclub haben sollte und beschlossen einen Verein zu gründen. Trotz schwerwiegender Hindernisse kam die Vereinsgründung unter dem Namen Fußballclub 1907 Offenburg zustande. Die Stadtfarben "Rot-Weiß" wurden auch als Vereinsfarben gewählt.

Drei Jahre eifrige Arbeit vergingen und am 10. März 1910 gründete sich ein zweiter Verein in Offenburg mit dem Namen Fußballverein 1910 Offenburg. Treibende Kräfte bei dieser Neugründung war besonders das Trio der Brüder Lurk, die Söhne des damaligen Inhabers der Gastwirtschaft „Zum Salmen“. Der Salmen wurde auch das Vereinslokal. Fünf Gründungsmitglieder kamen aus den Reihen des damaligen Turnerbundes. Vorsitzender wurde Vizefeldwebel Karl Lang vom Infanterie-Regiment 170, das in Offenburg in Garnison lag und in der Folgezeit dem Verein manchen tüchtigen Spieler zur Verfügung stellte. Kassenwart und gleichzeitig Spielführer wurde Josef Lurk. „Blau-Weiß“ waren die Vereinsfarben, das erste Spielfeld befand sich zuerst auf der Kronenwiese und war ein harter ungeeigneter Sandplatz. Später stellte die Stadtverwaltung ein Gelände am „Pulverhüsli“ (südlich des Bahndamms zwischen Mühlbach und Zähringerstraße) zur Verfügung.

Das Jahr 1913 bildete zweifelsohne einen Markstein in der Geschichte des Offenburger Fußballsports. Der Fortbestand beider Vereine wurde Ende 1912 in Frage gestellt, weil die Schillerwiese für den Bau der Oberrealschule benötigt wurde und der Platz am Pulverhäuschen in Kleingärten umgewandelt werden sollte. Aus der Not wurde daher eine Tugend. Diese führte dazu, dass der Gedanke eines Zusammenschluss beider Vereine immer mehr in den Vordergrund trat, zumal es die Stadtverwaltung ablehnte, zwei neue Sportplätze zur Verfügung zu stellen. Die aufgenommenen Einigungsverhandlungen hatten den gewünschten Erfolg und am 08. Februar 1913 konnte in der ”Alten Pfalz” der Zusammenschluss zum Offenburger Fußballverein 1907 vollzogen werden.

➠ Die ganze Geschichte über den Offenburger FV - von der Vereinsgründung bis heute - lesen Sie in der OFV-Vereinshistorie nach.
 

Ernst Willimowski
Verfemt und vergessen: Ernst Willimowski aus Kattowitz war ein Weltklassestürmer und spielte die Gegner schwindlig und verdrehte so mancher Offenburger Tochter den Kopf, war der Flasche genau so angetan wie den Bällen und Frauen. Manchmal mußte er vor den Spielen des OFV in einer Kneipe eingesammelt werden. Aber negative Schlagzeilen beantwortete er mit Toren…

Ernst Otto Willimowski genannt "Ezi", wurde am 23. Juni 1916 in Kattowitz geboren. Bereits mit sechs Jahren trat er dem 1. FC Kattowitz bei (dem Verein der deutschen Minderheit in der seit 1922 zu Polen gehörenden Stadt Katowice), der wegen der „neuen Herren“ seinen alten deutschen Namen „Preußen 05“ hatte ablegen müssen. Auch aus Ernst hatten die neuen Umstände Ernest werden lassen. Beim in Muchowietz ansässigen 1. FC diente er sich hoch, und als 16-Jähriger erreichte ihn sogar die Berufung in die Stadtauswahl. Seinen Heimatverein, dem auch aufgrund zahlreicher Benachteiligungen mittlerweile der Boden für eine gedeihliche sportliche Entwicklung entzogen war, verließ Willimowski für eine Ablösensumme von 1.000 Zloty. Schon mit achtzehn Jahren stand er in der großen Meistermannschaft von Ruch Bismakhütte (Hajduki Wielkie/Chorzów), die 1934 bis 1936 und 1938 vier Meistertitel errangen und er zwei Mal Torschützenkönig (1934 und 1936) wurde. Doch schon bald wurde der Ostoberschlesier auch in Deutschland bekannt, als das polnische Erfolgsteam Ruch Bismarkhütte eine Reihe von Freundschaftsspielen im Reich austrug. Am 21. Mai 1934 debütierte er in der polnischen Nationalmannschaft, für die er insgesamt 22 Spiele absolvierte und insgesamt 21 Tore erzielte. Sein legendärstes Spiel dabei war zweifellos das WM-Achtelfinale 1938 in Frankreich gegen den hohen Favoriten Brasilien, das Polen erst in der Verlängerung mit 5:6 verlor und in dem er vier Tore! schoss.
Nach dem deutschen Überfall auf Polen kehrte Ostoberschlesien zwar ans Deutsche Reich zurück, statt den Bismarckhüttern, die 1938 noch polnischer Meister wurden und die nun als BSV 99 antraten, wurden zunächst jedoch nur Lokalrivale Germania Königshütte (früher AKS, davor VfR), TuS Schwientochlowitz (zuvor Naprzod) und aus politischen Gründen der einst benachteiligte 1. FC Kattowitz in die Gauliga Schlesien aufgenommen. Die Bismarckhütter fanden erst 1941 Zugang zu dieser Spielklasse. Willimowski blieb zunächst in seiner Heimat, wurde Polizist, um der Einberufung in die Wehrmacht zu entgehen. Auf Vermittlung des Sachsen Erwin Helmchen heuerte Willimowski 1940 beim Chemnitzer Polizei SV an, wo er in den ersten sieben Spielen 35 Tore! erzielte. Er begann für die sächsische Ländermannschaft zu spielen, gemeinsam mit dem späteren deutschen Bundestrainer Helmut Schön. 1942 wechselte er jedoch zum TSV München 1860. Mit den „Löwen“ sollte der Ausnahmeathlet seinen einzigen deutschen Titel erringen. Im Berliner Endspiel um den „Tschammer-Pokal“ ebnete Willimowski durch sein 1:0-Torerfolg vor 80.000 Zuschauern den Weg zum 2:0-Titelgewinn über Schalke 04.
Es waren seine fußballerischen Glanzjahre, sein Beitritt zur NSDAP schadete seiner wachsenden Popularität im Reich gewiss nicht. In den Jahren 1941 und 1942 spielte Willimowski achtmal unter dem "Hakenkreuz" und erzielte 13 Tore - eine Traumbilanz. Der ganz große Ruhm im schwarz-weißen Dress blieb dem Oberschlesier nicht nur dadurch verwehrt, dass die deutsche Auswahl von 1943 bis 1950 durch die politischen Umstände bedingt nicht antrat. Trainer Sepp Herberger hatte gerade auf der halblinken Position mit Franz „Bimbo“ Binder (Rapid Wien) und dem späteren Bundestrainer Helmut Schön (Dresdner SC) hochkarätige Alternativen. Zudem musste Herberger den smarten Ezi nicht selten ermahnen: „Vor dem Spiel keine Liebe, kein Alkohol.“
Nach Kriegsende blieb Willimowski in Deutschland und knüpfe erneut Kontakt mit Chemnitz. Da dort die alten Vereine nicht wiedergegründet werden durften, trat er nun für die SG Chemnitz-West an. In einer Zeit der sogenannten „Kartoffelspiele“, in denen ein Sack Kartoffeln Anreiz zum Tingeln über die Dörfer war, fand er zunächst keine sportliche Heimat. Über Rapid Kassel, die SpVgg. Saxonia 07 Hameln, den TSV Detmold und den BC Augsburg führte ihn sein Weg zum Süd-Zonenligisten nach Offenburg.

--> Es war ein bewegtes Spieljahr 1949/50, sowohl für Aktive als auch für die Vereinsführung des Offenburger FV. Am 01. Juli 1949 trat der ehemalige Nationalspieler Ernst Willimowski dem Verein bei. Da er wegen verschiedener Vorkommnisse vom DFB auf Lebenszeit vom Spielverkehr ausgeschlossen worden war, beschloß Willimowski ins Ausland zu wechseln. Von dieser Idee erfuhr man auch in Offenburg. Kurzum, der spätere OFV-Vorsitzende Johannes Hartnagel fing den Schlesier bei seinem Weg vom BC Augsburg zu Racing Straßburg auf der Rheinbrücke in Kehl ab und brachte ihn nach Offenburg. Hier beglichen sie seine Schulden. Zunächst konnte Willimowski aber nicht eingesetzt werden. Trotzdem unternahm die Vereinsleitung alles, um ein Spielrecht zu erwirken. Zu Beginn der Pflichtspiele stand der OFV immer im unteren Tabellendrittel. Erst als Ernst Willimowski ab dem 04. Dezember 1949 endlich in der Mannschaft eingesetzt werden konnte, gab dies der Elf gewaltigen Auftrieb.
In Offenburg lebte Willimowski in der Langestraße. Er war aber mehr als ein großer Stürmer, er war auch ein unangepasster, lebensfroher Mensch, der Flasche genau so angetan wie den Bällen und Frauen. Manchmal musste er vor den Spielen des OFV in einer Kneipe eingesammelt werden. Er spielte die Gegner schwindlig und verdrehte so mancher Offenburger Tochter den Kopf. Negative Schlagzeilen beantwortete er mit Toren. Fußballerisch war der Rothaarige mit den Sommersprossen und den markanten Segelohren ein feiner Techniker, der seine Gegenspieler reihenweise mit Körpertäuschungen oder Drehungen narrte und dann entweder hart mit rechts, aber vor allem gefühlvoll mit links einnetzte. Kopfbälle vermied er fast völlig. Wie sehr Ernst Willimowski den Fußball liebte, zeigt auch die Tatsache, dass er 1951 zu seiner Hochzeit mit seiner Frau Klara Mehne - Tochter des "Salmen"-Wirtes - in Offenburg mit dem Auto vom Training von der "Stegermatt" abgeholt werden musste!


Nach einer kurzen Station beim FC Singen 04 spielte er in den fünfziger Jahren noch für den VfR Kaiserslautern. Als Spielertrainer beim Kehler FV hing Willimowski seine Schlappen endgültig an den Nagel. Als Trainer betreute er später noch die unterklassigen Vereine SV Gengenbach, TuS Rammersweiler oder den SV Ulm. Dort hatte 1959 die 1. Mannschaft den Aufstieg in die A-Klasse geschafft. Nachdem die Mannschaft erst ohne Trainer spielte, übernahm Willimowski im Oktober 1959 das Ruder und schaffte den Klassenerhalt.

Er hat sich wohl nie wirklich für Politik interessiert, wie die meisten anderen Fußballer. Dass er indirekt dennoch dem NS-System diente, dürfte unbestritten sein. Die Polen hingegen ließen kein gutes Haar an ihm. Zuerst wurde sein Name aus den polnischen Fußballstatistiken gestrichen. Später hat die offizielle Propaganda versucht, seine Leistung zu relativieren. Im Alter von 81 Jahren verstarb er am 30. August 1997 in Karlsruhe. Auf dem Karlsruher Hauptfriedhof kann man einen eher unscheinbaren Grabstein mit der Inschrift "Ernst Wilimowski 1916-1997" finden. Was kaum einer der Friedhofsbesucher weiß: Willimowski (mit einem polnischen oder zwei deutschen "l" geschrieben) war ein echter Superstar der Fußballgeschichte.

Übrigens konnte das Gerücht, dass Ernst Willimowski angeblich an einem Fuß sechs Zehen gehabt haben sollte, nie ganz eindeutig aufgeklärt werden. (Bericht: Sven Steppat)
 

Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft 1984
Es ist jetzt über 30 Jahre her und wird immer mehr zur Legende: Die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft des Offenburger FV. Am 16. Juni 1984 gewann der Traditionsverein von der Badstraße vor 9.000 Zuschauern im Karl-Heitz-Stadion mit 4:1 gegen Eintracht Hamm…

Erläuterung: Nach der Reformierung des deutschen Fußballsports nach dem 2. Weltkrieg gab es ab der Saison 1950/51 neben der Deutschen Meisterschaft, die ausschließlich dem „bezahlten" Fußball vorbehalten blieb, auch eine Deutsche Meisterschaft der Amateure. Es ging hiebei um den „Carl-Riegel-Preis". Leider muß aber gesagt werden, daß diese Endrunde mehr und mehr eine Meisterschaft der "verhinderten Meister" geworden ist, denn von Anfang an zogen es die meisten Landes- bzw. Regionalmeister vor, an den Aufstiegsspielen zu den Vertragsklassen der 2. Ligen und später der Regionalligen teilzunehmen.

So verlief die Saison 1983/84
Der Offenburger FV galt im Spieljahr 1983/84 allerorts von Experten und Trainern der Oberliga Baden-Württemberg als Favorit. Die Mannschaft wurde systematische von Trainer Klaus Blawert auf die neue Runde vorbereitet. Doch wie so oft lagen Wunschdenken und Wirklichkeit auseinander. Nachdem ein Drittel der Runde absolviert war, fand sich der OFV auf einem Mittelfeldplatz wieder. Mit einer 0:7-Niederlage beim Absteiger Lauda schien am 13. November 1983 der Tiefpunkt erreicht. Es folgte das K.O. im südbadischen Pokal gegen den benachbarten Landesligisten FV Ebersweier. Der bundesligaerfahrene Manfred Krafft sollte die Wende schaffen und schaffte es nicht. 0:4 Punkte war die Ausbeute, bis er zum 1. FC Kaiserslautern weiter zog. Noch bei seiner Verpflichtung hatte Krafft erklärt, den OFV bis zum Ende der Vorrunde zu trainieren. Und plötzlich der Absprung, als der Spielausschussvorsitzende Paul Leinz in der Nacht vom 02. auf den 03. November 1983 einen Anruf bekam: dort teilte Krafft mit, daß er bereits das Training in Kaiserslautern übernommen habe und in Offenburg nicht mehr erscheinen wird. Plötzlich stand der OFV ohne offiziellen Trainer da. Somit übernahm Co.-Trainer Rolf Müller die Trainingsleitung bis ein Karl-Heinz Bente kommen mußte und auch die Wende kam. Aus dem Oberliga-Mittelmaß wurde Oberliga-Spitzenfußball. Nach Bentes-Unfalltod setzte Alfred Metzler das Werk fort und bewies mit dem Einbau von Wilfried Trenkel (zurück vom Karlsruher SC) Mut zum Risiko und erntete den Lohn dafür.
 
Der Weg ins Finale

01. Juni 1984: Offenburger FV – Tennis Borussia Berlin 4:1 (Hinspiel: 1:2)
OFV: Müller, Hertwig, Kern (Linsenmaier), Kornetzki, Bruder, Schmider, Todzi, Hartmann, Anderer, Trenkel, Hertweck
Tore OFV: 1:0, 2:0 Anderer (4., 12.), 3:0 Todzi, (37.), 3:1 (60.), 4:1 Hertweck (87.)
Zuschauer: 2.000

04. Juni 1984: SV Eintracht Trier 05 – Offenburger FV 4:4
OFV: Müller, Hertwig, Linsenmaier, Kornetzki, Bruder, Schmider, Todzi, Hartmann, Anderer, Trenkel, Hertweck
Tore OFV: 1:0 (12.), 2:0 (FE, 26.), 2:1 Kornetzki, (40.), 2:2 Hertwig (FE, 42.), 3:2 (51.), 4:2 (57.), 4:3 Hertweck (67.), 4:4 Anderer (71.)
Zuschauer: 1.000

12. Juni 1984: Offenburger FV – SV Eintracht Trier 05 4:1
OFV: Müller, Hertwig, Bruder, Kornetzki, Linsenmaier, Schmider, Hartmann, Trenkel, Hertweck, Todzi (Kienzler), Anderer
Tore OFV: 1:0, 2:0 Todzi (26., 47.), 3:0 Trenkel, (58.), 4:0 Kinzler (76.), 4:1 (90.)
Zuschauer: 4.000
 
Das Finale oder „DIE STUNDE X“…

Offenburg, 16. Juni 1984: Der Offenburger FV hat seine "Stunde X" glorreich überstanden und darf sich mit dem Titel "Deutscher Fußball-Amateurmeister" von 1984 schmücken. Vorbei waren 90 mitreißende Minuten, welche gut 9.000 Besucher voll in ihren Bann gezogen hatten. 4:1 hieß am Ende der Sieger OFV, während sich der Gegner SC Eintracht Hamm nur darüber trösten konnte, den Südbadenern einen tollen Kampf geliefert zu haben. Sicherlich wurde der Gast etwas unter Wert geschlagen, aber der OFV hatte an diesem Tag neben seiner spielerischen Klasse auch das Quäntchen Glück, das man eben in einigen Phasen des Spiels einfach braucht. Fußball zum Verlieben! Eine Delikatesse für jedermann! Noch immer schwärmen die vielen tausend Zuschauer von dieser Begegnung. Einfach unglaublich, daß sich zwei Mannschaften nach 34 Saisonspielen und vier Treffen in der Amateurmeisterschaft noch solch großartigen Fußball bieten können. Das greise DFB-Präsidiumsmitglied Gustl Wenzel lobte das Spiel in höchsten Tönen. „Ich habe noch nicht viele Spiele in der zweiten Liga gesehen, die solch großartiges Niveau hatten." Tags zuvor wurde zwar OFV-Vorstopper Schmidt auf dem Gnadenweg für dieses Finale freigegeben, aber nach eingehender Überlegung wollten die Verantwortlichen die Mannschaft der letzten drei Spiele nicht umkrempeln. Eine gute Entscheidung, denn besser als Kornetzki seine Aufgabe löste, hätte es niemand machen können. Der OFV zeigte gleich von Beginn an, dass er der Herr im Hause sein wollte. Eintracht Hamm spielte zunächst gut mit und hätte in der 11. Minute fast in Führung gehen können. Einen abgefälschten Schuß lenkte OFV-Keeper Müller gerade noch über die Latte und beim anschließenden Eckball rettete Hertwig in letzter Not. Kurz darauf wackelte das Hammer Tor nach einem Lattenschuss von Hertweck. In der 16. Minute drehte der gute Gästetorwart Brock einen Hartmann-Schuß soeben noch um den Pfosten. Machtlos war er dann aber beim viel umjubelten 1:0. Hertwig bewies Übersicht und passte genau im richtigen Moment auf den freistehenden Todzi. Aus 14 Metern ließ er dem Gästekeeper keine Chance. Dies war zwar das einzige Tor bis zur Pause, aber auf beiden Seiten war viel Dampf in der Begegnung und Chancen gab es genügend. So ganz behagte dem Gast dieses Ergebnis nicht, denn er brachte einige Härten ins Spiel und Abwehrspieler Mehle bekam eine Zehn-Minuten-Strafe wegen Nachtretens aufgebrummt.
In der zweiten Halbzeit jagte ein Höhepunkt den anderen. Hamm wollte mit dem englischen Mittelfeldspieler Bennett mehr Druck machen und schon rauchte es vor dem OFV-Tor. Immer wieder sorgte vor allem Heiners für Gefahr. Der Ex-Bochumer Ellbracht wurde agiler und der OFV wankte. Hamm hatte die besseren und klareren Chancen, aber der OFV stieß mit einem glänzenden Spielmacher Trenkel und einem quirligen Todzi immer wieder in die Lücken. Der Schlagabtausch entwickelte sich zu einem Fußballfest, das Duell der beiden großartigen Mittelfeldspielern Reiners (Hamm) und Trenkel war wirklich nichts für Herzkranke. So hatte in der 52. Minute Todzi schon den Torwart umspielt, prallte jedoch bei einer nachfolgenden Attacke gegen den Pfosten und der Ball trudelte am leeren Tor vorbei. Fast im Gegenzug kurvte der eminent gefährliche Linksaußen Lopatenko an Müller vorbei, schoss ins leere Tor, aber ein Rettungsversuch von Hertwig in letzter Sekunde war erfolgreich. Was für ein Spiel! Die Westfalen mussten für zehn Minuten auf Paus (wegen Meckerns) verzichten und der OFV nutzte dies. Zunächst holte Brock einen Todzi-Schuß aus der unteren Ecke, aber dann führte eine gefühlvolle Trenkel-Flanke auf Todzis Kopf zum 2:0. Eine Vorentscheidung für den OFV? Weit gefehlt. Hamm schlug zurück. Hertwig wehrte wiederum einen Scharfschuß auf der Torlinie ab, der Nachschuß ging an die Latte und dann knallte Ellbracht das Leder aus acht Metern in die Kiste. Die ganze Wut steckte in diesem Schuß in der 71. Minute. Alles war wieder offen! Schon wenig später verpasste Ellbracht das 2:2 und im Gegenzug jagte Trenkel den Ball gegen die Latte. Welch eine Dramatik! In der 77. Minute köpfte Ellbracht freistehend den Ball aus vier Metern in die untere Ecke, aber OFV´s Müller rettete mit einer von vielen Glanzparaden. 30 Sekunden später im Gegenzug das 3:1, als Anderer zunächst scheiterte, aber dann das Leder Hertweck auflegte, der mit einem Flachschuß aus zwölf Metern ins Tor traf. Das Stadion kochte, dampfte, qualmte... Die Begeisterung war riesengroß. Wenig später mußte Kaczor für zehn Minuten das Feld (wegen Schiedsrichterbeileidigung) verlassen. Die Nerven spielten nun bei der Eintracht nicht mehr mit. Reiners stand frei vor Müller, aber er scheiterte (83.). Und dann machte Todzi seinen Glanztag perfekt. Aus 18 Metern hämmerte er das Leder unhaltbar in die Maschen. Der Jubel kannte keine Grenzen. Während der Organisationsleiter des OFV für dieses Spiel, Richard End, genüsslich auf der Tribüne die OFV-Aufkleber „OFV - Deutscher Amateurmeister 84" verteilte, sah auf dem Spielfeld der Hammer Akteur Bennett nach einem groben Foulspiel die rote Karte (86.). Noch einmal kam Todzi zum Zug, aber allein vor Brock vergab er in der 88. die Riesenchance zum 5:1. Und dann war Schluss in diesem hochklassigen Spiel. Der Titel war im Kasten, die Carl-Rieger-Trophäe des DFB gehört für ein Jahr dem Offenburger FV!

Offenburger FV – SC Eintracht Hamm 4:1
OFV: Müller, Hertwig, Kern, Kornetzki, Bruder, Schmider, Todzi, Hartmann, Anderer, Trenkel, Hertweck
Tore OFV: 1:0, 2:0 Todzi (24., 69.), 2:1 (71.), 3:1 Hertweck (78.), 4:1 Todzi (85.)
Zuschauer: 9.000
 

Seit der Saison 2003/04 gibt es die A-Junioren-Bundesliga. Schnell hat sie sich als Sprungbrett für „große“ Vereine etabliert. Auch die A-Junioren des Offenburger FV waren dabei und halten bis heute den Zuschauerrekord in der Junioren-Bundesliga…

Seit der Saison 2003/04, also mehr als zehn Jahre, spielten insgesamt 83 Vereine (Stand 2014) in den drei Staffeln der A-Junioren-Bundesliga um Siege, Tabellenführungen, Meisterschaften sowie den Klassenverbleib. Dabei spielen keineswegs nur Nachwuchsmannschaften von Profivereinen eine ganz entscheidende Rolle. So hält beispielsweise der Offenburger FV, der lediglich in der Saison 2007/08 in der Staffel Süd/Südwest im Einsatz war, noch immer den Zuschauerrekord für alle drei Staffeln während der regulären Meisterschaftsrunde. Exakt 5.930 Zuschauer besuchten am 28. Oktober 2007 im Westen von Baden-Württemberg das Heimspiel des OFV gegen den Nachwuchs des FC Bayern München (1:2). Die Partie musste dabei sogar mit einiger Verzögerung angepfiffen werden, da der Zuschauerandrang so groß war. "Das war ein einmaliges Erlebnis. Wir haben vor dieser großen Kulisse bis kurz vor Schluss gegen die Bayern sogar geführt. Trotz der Niederlage erinnere ich mir sehr gerne an dieses Spiel zurück", sagt der damalige OFV-Trainer Wolfgang Zemitzsch im Gespräch mit DFB.de.
Dass der aktuelle Nationalspieler und Triple-Gewinner Thomas Müller damals kurz vor dem Abpfiff noch den Treffer zum 2:1-Endstand für die Gäste aus München erzielte, ist für Zemitzsch heute kein Problem mehr. "Das haben die Bayern einfach gut gemacht. Wir waren halt eine - No-Name-Mannschaft -, die mutig aufgetreten ist. Wir haben uns in der gesamten Saison gut verkauft", ist der Offenburger noch heute mit dem Abschneiden seiner Mannschaft trotz des Abstieges zufrieden. Nach 26 Spieltagen, in denen der OFV 19 Punkte gesammelt hatte, fehlten den Grenzstädtern lediglich vier Zähler auf den SSV Jahn Regensburg, der den ersten Nichtabstiegsplatz belegte.
So besonders die Heimspiele mit einem sensationellen Schnitt von 1.165 Besuchern waren, so außergewöhnlich war auch die Kaderzusammenstellung des OFV. Nach dem Aufstieg aus der Oberliga hatten fast alle Spieler altersbedingt die Mannschaft verlassen. Lediglich Dennis Kopf blieb Zemitzsch als einziger Aufstiegsspieler erhalten. "Damals musste alles sehr schnell gehen. Deshalb haben wir sogar Anzeigen in gleich mehreren Zeitungen geschaltet. So haben sich tatsächlich viele Spieler von alleine bei uns gemeldet", sagt Zemitzsch, der mittlerweile als Senioren-Trainer beim Landesligisten Lahrer FV arbeitet. Die erste Mannschaft des Offenburger FV kickt aktuell in der Verbandsliga Südbaden. (Quelle: DFB.de vom 16. Januar 2014)
 
In der Spielzeit 1920/21 war Ernst Hollstein Trainer beim Offenburger FV in der 1. Kreisklasse. Die illustrierte Sportzeitung Fußball schrieb am 28. Dezember 1920: „Die Erfolge sind in erster Linie dem Internationalen Ernst Hollstein zu verdanken, welcher in dankenswerter Weise die Mannschaft trainiert.“…

Ernst Hollstein wurde am 09. Dezember 1886 in Karlsruhe geboren. Bereits in früher Kindheit begann "Holler", wie er damals gerufen wurde, mit dem Fußball spielen. Von der Jugend des FC Phönix wechselte er in die Juniorenmannschaft des "großen" Karlsruher FV. Er kam dann dort in die erste Mannschaft. Er spielte zumeist auf der Position des linken Verteidigers. Seine Spielweise wird als elegant, geschmeidig und souverän beschrieben. Er war kein Abwehrspieler der mit Kraft und Wucht die gegnerischen Stürmer bekämpfte. Seine Mittel waren Gewandtheit, ausgezeichnete Technik und ein glänzendes Kopfballspiel. Blindes Wegschlagen des Balles waren ihm fremd. Sein Passspiel aus der Abwehr glich dem eines spielstarken Außenläufer oder Halbstürmer.
Bei Kirn/Natan wird festgehalten: „Ernst Hollstein war einer der größten Verteidiger, die je über ein Feld zogen. Spielte links wie rechts, zog aber die linke Position vor. Der mittelgroße Spieler gehörte zu der KFV-Elite des grandiosen ‚Fußball-Geschwaders’, das seine Mannschaft zwischen 1909 und 1912 darstellte. Mit Gutsch bildete er ein perfektes Verteidiger-Paar. Sein intuitives Stellungsspiel wird als ‚Gedankenlesen’ bezeichnet.“
Von 1910 bis 1912 zog er dreimal in das Halbfinale um die deutsche Fußballmeisterschaft ein. Er wurde mit dem KFV 1910 Deutscher Meister, 1912 Vizemeister und verlor 1911 im Halbfinale gegen den VfB Leipzig. Den Kronprinzenpokal gewann er mit der Südauswahl 1912.
Sein erstes Länderspiel für den DFB bestritt er am 24. April 1910 in Arnheim. Die 2:4-Niederlage gegen Holland erlebte er als linker Verteidiger. Seinen fünften Einsatz in der Nationalmannschaft hatte Hollstein am 29. Juni 1912 im Spiel gegen Österreich, in der Vorrunde des Olympia-Turnieres in Stockholm. Er spielte wieder auf der linken Verteidigerposition. Die 1:5-Niederlage lässt sich nicht Hollsteins Verteidigung, sondern vielmehr dem Umstand zuschreiben, dass für den Torhüter Albert Weber nach erlittener Gehirnerschütterung der Mittelstürmer Worpitzky den Platz im Tor übernahm. Mit dem Einsatz am 3. Juli 1912 beim Trostrundenspiel der Olympischen Spiele gegen Ungarn beendete er mit 26 Jahren – als sechsmaliger Nationalspieler – seine internationale Laufbahn. Es wurde lebhaft bedauert, dass Hollstein sich bereits im Jahre 1913 vom aktiven Sport zurückzog, um sich verstärkt seinem Studium widmen zu können.

Ernst Hollstein wirkte später als Studienrat im südbadischen Offenburg an der Gewerbeschule und war in den Spielzeiten 1920/21 bis 1922/23 und 1926/27 bis 1927/28 auch als Trainer des Offenburger FV in der 1. Kreisklasse (damals 2. Liga) tätig. Er wohnte an der früheren Schillerwiese, wo heute das Schiller-Gymnasium steht, direkt in der Nähe der damaligen Oberrealschule. Die illustrierte Sportzeitung Fußball schrieb am 28. Dezember 1920 über seinen erfolgreichen Trainerjob: „Die Erfolge sind in erster Linie dem Internationalen Ernst Holstein - (es existiert auch die Schreibweise „Holstein“) - zu verdanken, welcher in dankenswerter Weise die Mannschaft trainiert.“ Am 09. August 1950 verstarb Hollstein in Karlsruhe. [Quellen: Wikipedia, KFV-Archiv]
 

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Der Offenburger FV hat Geburtstag
Der Offenburger FV hat Geburtstag

Verfolgt man den Werdegang des Fußballsports in Offenburg, so sind insbesondere in den Anfangsjahren die Wege sehr verzweigt. Wohl hatte der Fußballsport in Offenburg schon vorher Einzug gefunden. Es war aber mehr ein Schülersport in der Freizeit, welche in "freier Wildbahn" auf Straßen und Plätzen auf zwei Tore bolzten. Das Treten nach diesem kugelartigen Gebilde war damals nicht gern gesehen…Es ist ein bedeutungsvolles Ereignis, wenn ein Sportverein auf ein jahrelanges Bestehen zurückblicken kann. In Jahrzehnten spiegelte sich in...

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Wer war eigentlich: Ernst Willimowski - genannt "Ezi"
Wer war eigentlich: Ernst Willimowski - genannt

Verfemt und vergessen: Ernst Willimowski aus Kattowitz war ein Weltklassestürmer und spielte die Gegner schwindlig und verdrehte so mancher Offenburger Tochter den Kopf, war der Flasche genau so angetan wie den Bällen und Frauen. Manchmal mußte er vor den Spielen des OFV in einer Kneipe eingesammelt werden. Aber negative Schlagzeilen beantwortete er mit Toren… Ernst Otto Willimowski genannt "Ezi", wurde am 23. Juni 1916 in Kattowitz geboren. Bereits mit sechs Jahren trat er dem 1. FC Kattowitz bei (dem Verein der deutschen Minderheit...

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Offenburger FV hält den Zuschauerrekord
Offenburger FV hält den Zuschauerrekord

Seit der Saison 2003/04 gibt es die A-Junioren-Bundesliga. Schnell hat sie sich als Sprungbrett für „große“ Vereine etabliert. Auch die A-Junioren des Offenburger FV waren dabei und halten bis heute den Zuschauerrekord in der Junioren-Bundesliga…Seit der Saison 2003/04, also mehr als zehn Jahre, spielten insgesamt 83 Vereine (Stand 2014) in den drei Staffeln der A-Junioren-Bundesliga um Siege, Tabellenführungen, Meisterschaften sowie den Klassenverbleib. Dabei spielen keineswegs nur Nachwuchsmannschaften von Profivereinen eine ganz...

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30 (+) Jahre Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft des OFV
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Es ist jetzt über 30 Jahre her und wird immer mehr zur Legende: Die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft des Offenburger FV. Am 16. Juni 1984 gewann der Traditionsverein von der Badstraße vor 9.000 Zuschauern im Karl-Heitz-Stadion mit 4:1 gegen Eintracht Hamm…Erläuterung: Nach der Reformierung des deutschen Fußballsports nach dem 2. Weltkrieg gab es ab der Saison 1950/51 neben der Deutschen Meisterschaft, die ausschließlich dem „bezahlten" Fußball vorbehalten blieb, auch eine Deutsche Meisterschaft der Amateure. Es ging hiebei um den...

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Wer war eigentlich: Ernst Hollstein - Kopfballstarker Blondschopf
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In der Spielzeit 1920/21 war Ernst Hollstein Trainer beim Offenburger FV in der 1. Kreisklasse. Die illustrierte Sportzeitung Fußball schrieb am 28. Dezember 1920: „Die Erfolge sind in erster Linie dem Internationalen Ernst Hollstein zu verdanken, welcher in dankenswerter Weise die Mannschaft trainiert.“…Ernst Hollstein wurde am 09. Dezember 1886 in Karlsruhe geboren. Bereits in früher Kindheit begann "Holler", wie er damals gerufen wurde, mit dem Fußball spielen. Von der Jugend des FC Phönix wechselte er in die Juniorenmannschaft des...

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Wer war eigentlich: Walter Pfeiffer - Mulitalent des Spiels mit dem runden Leder
Wer war eigentlich: Walter Pfeiffer - Mulitalent des Spiels mit dem runden Leder

Walter Pfeiffer, stadtbekannter Bürger und Mulitalent des Spiels mit dem runden Leder. Außerdem bekannt als Hexenmeister, Fußballer in der Zonenliga beim Offenburger FV und Bauunternehmer… Natürlich ist die Zeit längst vorbei, als Walter Pfeiffer in der Zonenliga als Rechtsaußen für den Offenburger FV auf Torejagd ging. Geboren in Auggen im Markgräflerland, wurde die Offenburger Nordweststadt eigentlich sein Schicksal, denn dort ist er ein "echter" Offenburger geworden. Der junge Walter ist im Fahrrad- und Nähmaschinengeschäft...

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Der Offenburger FV und die Bundesliga
Der Offenburger FV und die Bundesliga

Am vergangenen Samstag vor zehn Jahren glückte dem Jahrgang 1988/89 des Offenburger FV der ganz große Coup und ihr größter Erfolg in der Vereinsgeschichte: Damals wurden die A-Junioren zum ersten und bislang einzigen Mal Meister der Junioren-Oberliga Baden-Württemberg und stiegen in die Bundesliga auf…“Die Mannschaft hat einfach einen extremen Zusammenhalt gehabt, auch neben dem Platz. Die Eltern haben sich alle verstanden und waren immer dabei, das findet man in der A-Jugend nur ganz selten“, schwärmt Wolfgang Zemitzsch, der damals...

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Dominic Künstle freut sich auf die Arbeit beim OFV
Dominic Künstle freut sich auf die Arbeit beim OFV

Dominic Künstle wird zur kommenden Saison Trainer der U19 des Offenburger FV und somit Nachfolger von Jogi Schilz, der in der Winterpause für den zu den Senioren beförderten Kai Eble eingesprungen war und sich künftig als Nachwuchskoordinator dem FV Herbolzheim anschließt…Sein 32-jähriger Nachfolger Dominic Künstle, aktuell Trainer des Bezirksligisten FV Rammersweier, hat einst selbst vier Jahre im Jugendbereich für den Offenburger FV gespielt. Anschließend war der Diplom-Sportwissenschaftler und angehende Realschullehrer als Spieler...

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Einbrecher auf Hochtouren
Einbrecher auf Hochtouren

Wie die Polizei mitteilt, haben bisher noch unbekannte Täter ein Fenster der Geschäftsstelle aufgehebelt und sind so in die Geschäftsräume des Offenburger FV gelangt. Von dort aus drangen sie in mehrere Räume vor…Unbekannte nutzten die Nacht von Montag auf Dienstag, um sich widerrechtlich Zugang zu mehreren Gebäuden in Offenburg zu verschaffen. Wie die Polizei mitteilt, gelang es ihnen jeweils durch gewaltsames Aufbrechen oder Einschlagen von Türen, in Häuser im Pappelweg, in der Badstraße und in der Kinzigstraße einzudringen und so...

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Armin Woll war einer der Retter des OFV
Armin Woll war einer der Retter des OFV

Er war einer der ganz frühen EDV-Experten, lange, lange vor dem Internet, er war Volksmusik-Manager und Fußball-Funktionär aus Leidenschaft: Diese Mischung trug den Namen Armin Woll. Am Karfreitag ist der ehemalige Vereinschef des Offenburger FV im Alter von 74 Jahren gestorben…Als Woll im August 1996 zum Offenburger FV zurückkehrte, war an der Badstraße längst landunter. Die Steueraffäre hatte den Amateurmeister von 1984 arg am Wickel. Die Ex-Vorstände Louis Fischer und Schneider standen deswegen vor Gericht, der vom Vereinsarzt in...

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