Sascha Ruf hat seine Trainer-A-Lizenz

Als Abwehrspieler ist Sascha Ruf nie über die Verbandsliga hinausgekommen, als Trainer hat der Trainer-Assistent von Benjamin Pfahler beim Offenburger FV nun jedoch die Grundlage für höhere Aufgaben geschaffen…

Der 34-jährige Sport- und Englischlehrer am Oken-Gymnasium in Offenburg hat an der DFB-Akademie in Hennef die A-Lizenz erfolgreich erworben und ist nun Inhaber der zweithöchsten deutschen Fußballtrainer-Qualifikation. Damit darf Sascha Ruf als Cheftrainer bis zur Regionalliga und als Co.-Trainer bis zur Bundesliga trainieren. Im Frauen- und Jugendbereich berechtigt die Qualifikation sogar zum Chefcoach in der Bundesliga.

„Ich habe schon während meines Studiums die B-Lizenz erworben, 2017 die DFB-Elite-Jugend-Lizenz draufgesetzt und schon viele Jahre als Stützpunkttrainer im Bezirk Offenburg mit Jugendlichen gearbeitet. Für mich war früh klar, dass ich auch noch die A-Lizenz machen will, um irgendwann selbst als Cheftrainer im regionalen Fußball zu arbeiten“, erklärt Ruf nach der coronabedingt über zwei Monate dauernden Fortbildung.

„Viele Vorträge und Seminare wurden online abgehalten, bevor zehn Präsenztage in Hennef anstanden“, schildert Ruf, der nach Trainingsausarbeitung, –analyse und Spielprüfung zehn von 15 möglichen Punkte erreichte und somit neben der A-Lizenz sogar die Qualifikation für die Ausbildung zum Fußball-Lehrer erlangte. „Das ist bei Kosten von 30.000 Euro allerdings utopisch“, so Ruf

2017 wechselte Ruf vom SC Lahr zum OFV. „Ich war topfit, hab mir dann aber leider meinen zweiten Kreuzbandriss zugezogen. Da war mir klar, dass ich mir – auch mit Blick auf meinen Beruf – langsam Gedanken über mein Karriereende machen muss“, begründet Ruf, warum er seit Sommer 2020 ins Amt des Co.-Trainers seines ehemaligen Freiburger Studienkollegen Benjamin Pfahler gewechselt ist.

„Ich kann von seinen Erfahrungen viel lernen und werde in alle Prozesse mit eingebunden“, ist Ruf froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Auch sein „Chef“ ist begeistert: „Sascha hat den Blick des Verteidigers, ich war Offensivspieler – das ergänzt sich sehr gut.“ Die jüngste Serie bestätigt das: nach vier Siegen in Folge überwintert die Mannschaft als Verbandsliga-Dritter sowie als Pokal-Viertelfinalist. „Der Lockdown kam für uns zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass wir vor Februar wieder spielen dürfen“, befürchtet Ruf eine längere Corona-Zwangspause.

(Auszug: Mittelbadische Presse, Bild: Ch. Breithaupt)