Fortsetzung der Saison?

Der Südbadische Verband äußert sich zu den Folgen der politisch angeordneten Lockdown-Verlängerung für den Amateurfußball…

„Nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten-Konferenz, den coronabedingten Lockdown bis mindestens 18. April zu verlängern, gibt es keine weiteren Lockerungen wie im vierten Öffnungsschritt des Stufenplans vorgesehen“, teilte Thorsten Kratzner (Pressesprecher des SBFV), mit. „Für den Sport bedeutet dies, dass bis auf Weiteres die seit dem 08. März gültigen Regelungen unverändert gelten“. so Kratzner. Mit den neuerlichen politischen Entscheidungen werde es jedoch immer unwahrscheinlicher, dass der Spielbetrieb im Amateurfußball nach einer angemessenen Vorbereitungszeit bis 09. Mai wieder aufgenommen und die Saison 2020/21 zu einem sportlichen Abschluss gebracht werden könne.

Vor rund einem Monat hatte der SBFV bekanntlich entschieden: „Es gibt keinen sofortigen Abbruch. Sollte der Spielbetrieb nicht spätestens am 09. Mai fortgesetzt werden können, wird die Saison in allen Spielklassen annulliert.“ Der SBFV-Verbandsvorstand werde, so Kratzner, in einer Sitzung nach Ostern darüber beraten, „ob eine Fortsetzung der laufenden Spielzeit und damit eine sportliche Wertung noch realistisch ist, oder ob die Meisterschaftsrunden im Amateurfußball annulliert werden müssen.“ Eine Annullierung der Meisterschaftsrunden wäre zunächst ohne Auswirkung auf die laufenden Pokalwettbewerbe, ergänzt Kratzner.

In den kommenden Tagen folge nun ein Austausch in den zuständigen Verbandsgremien und zwischen den drei baden-württembergischen Fußballverbänden. „Für die laufende Woche ist zudem ein Gespräch zwischen der Oberliga-Spielkommission und den Vereinen der Herren-Oberliga Baden-Württemberg zur aktuellen Situation geplant“, so der SBFV-Pressesprecher: „Sobald eine endgültige Entscheidung über den weiteren Umgang mit der Spielzeit 2020/21 gefallen ist, werden wir zeitnah informieren.“

Immerhin könne, wie Kratzner erklärt, derzeit weiterhin – abhängig vom stabilen Inzidenzwert je Land- oder Stadtkreis – ein Gruppentraining für maximal 20 Kinder unter 15 Jahren (unterhalb Inzidenzwert 100) oder aber ein Gruppentraining von maximal zehn Personen im Alter über 15 Jahren (unterhalb Inzidenzwert 50) stattfinden: „Die Inzidenzwerte in Baden-Württemberg liegen stand heute nur noch in wenigen Fällen unter 50, der Wert von 100 ist bereits in einigen südbadischen Landkreisen überschritten. Dort ist bereits heute kein Gruppentraining für Kinder mehr möglich.

(Auszug: Mittelbadische Presse, Bild: Ch. Breithaupt)