Pfahler fordert seriösen Auftritt

Vor dem letzten Spiel in der Verbandsliga Südbaden fordert Trainer Benjamin Pfahler trotz gesicherter Meisterschaft einen seriösen Auftritt seines Offenburger FV in Denzlingen…

Die Stimmungslage der beiden Teams könnte am letzten Spieltag der Fußball-Verbandsliga kaum unterschiedlicher sein. Aufgrund eines überragenden Schlusssprints des Offenburger FV konnte die Mannschaft von Trainer Benjamin Pfahler bereits am vergangenen Wochenende die Meisterschaft feiern. Der Gastgeber muss nun im Fernduell mit dem FC Waldkirch sogar noch um den Relegationsplatz bangen.

Auch deshalb will Pfahler die letzte Saisonhürde seriös angehen: „Das Spiel hat für die Liga noch eine sportliche Bedeutung. Wir wollen es aus Respekt gut angehen. Ich möchte den Fokus bei den Spielern herstellen.“ Das dürfte bei dem ein oder anderen gar nicht so leicht sein. 14 Spieler reisten Mitte dieser Woche nach Mallorca, darunter jedoch auch einige verletzte und angeschlagene Akteure, die am Samstag ohnehin nicht zum Einsatz gekommen wären. An diesem Freitag wird die Partytruppe zurückerwartet. „Eigentlich wollten die Jungs in der Woche nach Pfingsten fliegen. Mir wurde gesagt, dass da kein Flug mehr frei ist, es ging also scheinbar nicht anders“, so Pfahler.

„Ich nehme am Samstag vier A-Jugend-Spieler mit, darunter Moritz Bandle und Stephane Dzikang Njike, die auch schon dabei waren. Wir werden mit einem breiten Kader anreisen.“ Jacob Harter (Fußprellung) und Marco Petereit (Fersenprobleme) sind vor dem Spiel in Denzlingen fraglich, Markus Feger (Knochenhautentzündung) wird definitiv ausfallen. Mit Blick auf den Gegner sagt Pfahler: „Ich glaube schon, dass sie motiviert und vielleicht auch ein wenig mit Wut im Bauch antreten werden. Sie haben möglicherweise damit gerechnet, gegen uns ein Endspiel zu haben. Es wäre aus ihrer Sicht ärgerlich, am Ende noch Dritter zu werden.“

Vor seinem letzten Spiel als OFV-Trainer blickt Pfahler auch noch einmal auf seine zwei Jahre im Karl-Heitz-Stadion zurück: „Wir haben in insgesamt 20 Heimspielen keines verloren und ein langjähriger Fan sagte mir, dass er es auch noch nie erlebt hätte, dass man in einer Saison nur zwei Spiele verliert. Das sind Informationen, die mich stolz machen.“ Wenn seine neue Mannschaft, der aktuelle Oberligist Freiburger FC, am Wochenende den Klassenerhalt sichert, kommt es bald zum Wiedersehen. „Ich glaube, dass der OFV das Potenzial hat, die Liga zu halten. Das ist eine talentierte Mannschaft, die sich in kurzer Zeit extrem entwickelt hat.“

(Auszug: Mittelbadische Presse, Bild: M. Schwitzkowski)