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Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaften

Erläuterung: Nach der Reformierung des deutschen Fußballsport nach dem 2. Weltkrieg gab es ab der Saison 1950/51 neben der Deutschen Meisterschaft, die ausschließlich dem „bezahlten" Fußball vorbehalten blieb, auch eine Deutsche Meisterschaft der Amateure. Es ging hiebei um den „Carl-Riegel-Preis".
Leider muß aber gesagt werden, daß diese Endrunde mehr und mehr eine Meisterschaft der "verhinderten Meister" geworden ist, denn von Anfang an zogen es die meisten Landes- bzw. Regionalmeister vor, an den Aufstiegsspielen zu den Vertragsklassen der 2. Ligen und später der Regionalligen teilzunehmen.
 
Teilnahme an der Süddeutschen Fußball-Amateurmeisterschaft
1957/58 Vorrunde (¹) FV Union 08 Böckingen 4:0
    1. FC 1901 Bamberg 1:2
    VfB Friedberg 0:1
    VfL 1884 Neckarau 3:5
1959/60 Vorrunde (¹) SC Borussia Fulda 2:1, 1:1
    SC 1900 Geislingen 3:1, 0:2
    1. FC 1906 Lichtenfels 2:1, 2:4
1960/61 Vorrunde (¹) 1. FV Salamander 02 Kornwestheim 2:0, 1:3
    SpVgg. Heusenstamm 2:2, 1:1
    1. FC 1917 Haßfurt 2:2, 1:3
 
Teilnahme an der Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft
1982/83 Vorrunde Eintracht Frankfurt/Amateure 6:1, 1:5
  Halbfinale FC Bayern München/Amateure 4:2, 0:6
1983/84 Vorrunde Tennis Borussia Berlin 4:1, 1:2
  Halbfinale SV Eintracht Trier 05 4:1, 4:4
  Finale (16. Juni 1984 in Offenburg) SC Eintracht Hamm/Heesen 4:1
1986/87 Vorrunde VfR Wormatia 08 Worms 5:2, 1:1
  Halbfinale FC Bayern München/Amateure 3:0, 1:5
 
 
Modus: Mit Einführung des Vertragsspielerstatus 1950 führte der DFB den Wettbewerb um die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft ein. Der Austragungsmodus um die „kleine“ Deutsche Fußball-Meisterschaft ist im Laufe der verschiedenen Jahre mehrmals geändert worden. In den ersten beiden Jahren (1950/51 bis 1951/52) spielten die Amateur-Vizemeister der 15 Landesverbände (ohne das Saarland) im K.O.-System, anschließend für weitere drei Jahre (1952/53 bis 1954/55) in Gruppenspielen mit Hin- und Rückspielen, Halbfinale und Finale den Sieger aus.

Von 1955/56 bis 1960/61 spielten die Amateur-Meister der 5 Regionalverbände (Berlin, Nord, West, Süd und Südwest) zuerst ihre Regionalmeister aus. Im Regionalverband Süd, mit den Landesverbänden Bayern, Hessen, Württemberg, Nordbaden und Südbaden, ging es hierbei um die Süddeutsche Meisterschaft. Gleichzeitig waren die Süddeutschen Meister für die 2. Liga Süd aufstiegsberechtigt.

Ab 1961/62 kam es zur nächsten Änderung. An den Spielen um die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft nahmen nur noch die Amateur-Vizemeister der 16 Landesverbände teil, da die Amateur-Meister ausschließlich um den Aufstieg mitwirkten. Mit dem gleichen Modus ging es auch nach Einführung der Regionalligen ab 1963/64 weiter.

Von 1961/62 bis 1963/64 mussten in Baden-Württemberg die Vizemeister der vier Amateurligen (Nordbaden, Südbaden, Württemberg, Schwarzwald-Bodensee) in einer einfachen Runde nach dem K.O.-System zwei Teilnehmer ermitteln, die dann auf die gleiche Weise mit den Vizemeistern aus Bayern und Hessen zunächst um die Süddeutsche Fußball-Amateurmeisterschaft spielten. Erst ab dem Jahr 1964/65 wurde im dann gültigen K.O-Rundenmodus gespielt.

Mit der Einführung der Amateur-Oberligen in der Saison 1977/78 spielten die 8 Amateur-Vizemeister im bewährten K.O-Rundensystem den Deutschen Fußball-Amateurmeister aus.

Seit den 1990er Jahren verlor der Wettbewerb allerdings an Bedeutung und wurde schließlich 1998 eingestellt.

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