• Der Gedenkstein

Der Gedenkstein

Ehrfurchtvoll verneigen wir uns vor unseren im Ersten Weltkrieg (1914 - 1918) gefallenen Sportkameraden, indem wir ihr Andenken erneuern, damit sie uns und späteren Generationen immer gegenwärtig seien...

  • Der Gedenkstein
    Der Gedenkstein auf der "Stegermatt"
  • Der Gedenkstein
    Einweihung im Jahre 1923
Im Gedenken an die Opfer, die aus dem Ersten Weltkrieg nicht mehr zurück kehrten, enthüllt im Jahre 1923 der 1. Vorsitzende des Offenburger FV Fridolin Stadler einen Gedenkstein auf der "Stegermatt". In ihm sind die Namen von 22 Vereinsmitgliedern eingelassen. Es drängt uns, neben diesen Gefallenen auch deren Altersgenossen zu gedenken. Junge Menschen, die im Ersten oder Zweiten Weltkrieg das gleiche Schicksal erlitten, deren Namen aber nirgends mehr zu finden sind. Sie zählen jedoch zu den Aktiven, die teils schon früh dem Spiel mit dem runden Leder huldigten. Ob sie bei ihrem Tod noch ein Mitgliedsbuch des Offenburger FV besaßen, ist einerlei: Sie standen einmal in der hiesigen Fußballbewegung, die im Jahre 1907 durch Egon Kahles ihren Anstoß erfahren hatte. Sie waren unter denen, die auf keineswegs idealem Gelände übten und ihre Wettkämpfe austrugen: Dem Fußballsport mit Begeisterung, selbstloser Hingabe und Opferbereitschaft ergebene junge Männer. Der Gedenkstein hat heute seinen Platz im Karl-Heitz-Stadion am nördlichen Eingang zum Stadion.

Erläuterung: Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt. Er begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien, der das Attentat von Sarajevo vom 28. Juni 1914 und die dadurch ausgelöste Julikrise vorausgegangen waren. Er endete am 11. November 1918 mit dem Sieg der aus der Triple-Entente hervorgegangenen Kriegskoalition. Etwa 17 Millionen Menschen verloren dadurch ihr Leben. [Wikipedia].
Im großen Krieg starben für das Vaterland den Heldentod unsere Mitglieder:

Oskar Baumann (Heizer auf dem Kreuzer „Seiner Majestät Schiff (S.M.S.) Wiesbaden“ – ✝ 31. Mai 1916/Skagerrakschlacht)
Fritz Braun (Badisches Infanterie-Regiment 169 – ✝ 26. Juli 1917)
Oskar Burg (Pionier-Bataillon – ✝ 03. September 1918)
Franz Dorer (Infanterist/Ersatzreserve – ✝ 10. Dezember 1914)
Franz Kofler ( – ✝ 11. September 1917)
Walter Köninger (Grenadier-Regiment – ✝ 18. November 1916)
Adolf Emil Krauth (Badisches Feld-Artillerie-Regiment 66 – ✝ 13. Oktober 1916)
Michael Maier (Leutnant – ✝ Juli 1918)
Fritz Moser I (Reserve Infanterie-Regiment – ✝ 13. November 1916)
Fritz Moser II (Flugzeugführer der "Königlich Sächsische Jagdstaffel 22s" – ✝ 17. Juni 1918/Infolge einer Kollision mit Kurt Meinel derselben Jagdstaffel)
Eugen Reichstetter (Badisches Leib-Grenadier-Regiment 109 – ✝ November 1917)
Ludwig Ruscher (Oberschlesisches Feld-Artillerie-Regiment 57 – ✝ 1918)
Fritz Sänger (unbekannt)
Emil Seifried (Badisches Pionier-Bataillon 14 – ✝ 16. Juli 1918)
Fritz Schäfer (Musketier – ✝ 14. Januar 1915)
Friedrich Schneggenburger (Ersatzreserve – ✝ 29. April 1915)
Alfred Schönberger (unbekannt)
Karl Wilhelm Schweitzer (Großherzoglich Mecklenburgisches Jäger-Bataillon 14 – ✝ 14. Juni 1914)
Otto Schweitzer (Pionier-Bataillon – ✝ 12. Juni 1918)
Richard Stadelbauer (Infanterie-Regiment 469 – ✝ 18. Juli 1918)
Karl Wald (Maschinengewehr-Kompanie – ✝ 01. November 1918)
Josef Zind (Maschinengewehr-Scharfschütze – ✝ 21. August 1917/verletzt – 30. Oktober 1917 beigesetzt)

Einige Namen unserer Sportkammeraden sind nirgends mehr verzeichnet. Der ein oder der andere möge noch auf einem alten Foto zu entdecken sein. Sie gehören zur Generation des Ersten Weltkrieges und sind aus diesem nicht mehr heimgekehrt.

Gutav Bruder (vermisst/unbekannt), Wilhelm Hagmayer (gefallen), Hannes Hofacker (gefallen), Wilhelm Hofacker (gefallen), Emil Lienert (gefallen – ✝ 22. Mai 1915), Josef Meier (vermisst/unbekannt), Willi Rothmund (gefallen).