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Egon Kahles – Der Vereinsgründer

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Egon Kahles gehörte zu jener alten Garde, die mit viel Idealismus und Tatkraft viele Stunden ihres Lebens dem Fußballsport geopfert haben. Mit ihm neigte sich die Ära jener Männer der ersten Stunde, die damals im Deutschen Kaiserreich unter schwierigsten Bedingungen dem Fußballsport zu seiner heutigen Popularität verhalfen…

Geboren wurde Egon Kahles am 03. Januar 1890 in Villingen im Schwarzwald als Sohn des Geldbriefträgers Wendelin Kahles. Noch im Kindesalter kam er nach Offenburg, wohnte in der Erzbergstraße Nr. 15 (61, später in der Friedrichstraße Nr. 20) und besuchte die Volks- und Oberrealschule. Mit 17 Jahren war Egon Kahles mit einem kleinen Häuflein begeisterter Anhänger dafür verantwortlich, daß am 20. Juli 1907 im Braustüble der Brauerei Wilhelm Hund in der Zeller Straße Nr. 13 der FC 1907 Offenburg aus der Taufe gehoben wurde. Es war kein leichter Beginn für die acht anderen Mitbegründer: H.(ans-Georg) Furtwängler, Emil Gehringer, Alfred Gutmann, Emil Sutor, Franz und Fritz Vogt, Julius und Friedrich Schneggenburger. Beim hiesigen Badischen Infanterie-Regiment 170 diente er als Einjähriger im Jahre 1911. Seinen damaligen Kameraden war er immer treu geblieben. Den Lebensbund schloss Egon Kahles am 14. Oktober 1913 mit Anna Nopper. Aus dieser Ehe kamen zwei Söhne, Otmar Kahles wurde Vereinsarzt beim OFV, und eine Tochter.

Mit großem Geschick leitete Egon Kahles vor dem Zweiten Weltkrieg das Vereinsgeschehen beim späteren Offenburger FV. In den Jahren von 1919 bis 1922 stand er als 2. Vorsitzender (1920 zusätzlich als Rechner), 1927 und 1928 als 1. Vorsitzender vor. Neben seiner jahrzehntelangen und intensiven Vereinstätigkeit beim Offenburger FV nahm auch bald der Süddeutschen Fußball- und Leichtathletikverband sein Wissen und Können in Anspruch, dem er ab 1921 zunächst als Strafsachenbeisitzer des nördlichen Schwarzwaldgaues angehörte. In den Jahren von 1924 bis 1927 war er Vorsitzender des Gaues, bevor er dann zum Vorsitzenden des Kreises Südbaden gewählt wurde.

Sein Berufsleben begann Ergon Kahles als Beamter bei der Großherzoglich Badischen Staatseisenbahn (BadStB) als Eisenbahngehilfenanwärter. Die erste Beförderung zum Assistenten erfolgte im Jahre 1910 nach erfolgter Fachprüfung erster Klasse. Als im April 1920 mit der Verstaatlichung der deutschen Ländereisenbahnen in der Weimarer Republik in den Deutschen Reichseisenbahnen (und 1924 in das selbstständige Staatsunternehmen Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft überführt) übernommen wurde, übertrug man dem fachkundigen und pflichtbewußten Beamten das Amt des Geschäftsführers der Lohnbuchhaltung im Ausbesserungswerk in der „Stadt der Eisenbahner“. Dies setzte eine geduldige Bewährungsprobe voraus. Mit der Besetzung der Stadt Offenburg durch die Franzosen (04. Februar 1923 bis 18. August 1924) erwuchsen ihm als Verantwortlichem ganz gefährliche Aufgaben. Man versuchte durch Ausweichen nach Gengenbach und später nach Hausach die Lohnfortzahlung durch Bündeln von Inflationsgeldern zu organisieren. Die Sorge, wie der einzelne sich durch die Sperrketten der Besatzung durchschlug, blieb jedem selbst überlassen.

Wegen seines unbeugsamen Willens und seiner Glaubensstärke fiel Egon Kahles im Jahre 1935 bei den Machthabern des Dritten Reiches in Ungnade. Volle zehn Jahre mußte er mancherlei Schikanen erleiden und auf seine Beamtentätigkeit verzichten. Der Gemaßregelte verlor aber nie den Mut. In kurzer Zeit arbeitete er sich als Korrektor in der Firma Alfred Reiff & Cie (Offenburger Tageblatt) ein und betreute zusätzlich die Buchhaltung der Firma Rubi. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Egon Kahles mit dem Wiederaufbau des völlig lahmgelegen Eisenbahnbetriebes eingesetzt. Mit unendlich viel Mut und Weitblick machte er sich mit wenigen Fachkräften an den Wiederaufbau der zerstörten Dienststellen. Erst jetzt erfolgte die längst überfällige Ernennung zum Oberinspektor und Bundesbahn-Amtmann.

Auch beim Offenburger FV stellte sich Egon Kahles in jenen schweren Jahren sofort wieder in den Dienst der guten Sache und übernahm den Vorsitz im Verein in den Jahren 1946 und 1947 sowie von 1950 und 1951, des als einzigen von der französischen Besatzungsmacht zugelassenen Sportvereins in unseren Stadt und lädt zu einer Gründerversammlung am 09. März 1946 ein. Diese Gründerversammlung fand aber verfrüht statt. Nach den Maßgaben der französischen Militärbehörde sollen alle Vereine ihren traditionellen Namen aufgeben und in einer Stadt unter 30.000 Einwohnern sollen alle Sportarten in nur einem Verein betrieben werden. Somit wird am 01. Juni 1946 der Einheitssportverein „Offenburger Sportvereinigung“ ins Leben gerufen. Später drängt die französische Militärbehörde Egon Kahles zum Rücktritt, weil er in den 1930er Jahren die Soldaten-Kameradschaft des ehemaligen Badischen Infanterie-Regiments 170 betreut hatte und darin 1940 einen Artikel unterzeichnete.

Seine ganz besondere Liebe gehörte immer dem Fußballsport. Er war geistiger Träger bei der Gründung des ersten Fußballvereins in Offenburg. Seit dieser Zeit ist der Name Egon Kahles mit der Geschichte des Offenburger FV eng verbunden. Soviel vorausschauender Idealismus und so viel Treue über gute und schlechte Zeiten hinweg, ehrte ihn der Offenburger FV mit der Ehrenmitgliedschaft und des goldenen Ehrenringes und ernannte ihn auf Grund seiner hervorragenden Verdienste für den Verein im Juli 1957 zum Ehrenvorsitzenden und im Juni 1975 zum Ehrenpräsidenten anläßlich seines 85. Geburtstages.

Im Sommer 1965 verleiht der SBFV auf dem Verbandstag in Schapbach Egon Kahles die goldenen Ehrennadel des Südbadische Fußballverbandes für besondere Verdienste um den Fußball.

Egon Kahles verstarb nach schwerer Krankheit in der Nacht vom 21. auf 22. Oktober 1976 im städtischen Krankenhaus Offenburg. Sein Leben stand im Zeichen eines pflichtbewußten Beamten und vorbildlichen Sportsmannes, an dem der Ehrenpräsident des Offenburger FV bis zuletzt trotz hohen Alters mit ganzem Herzen hing.

(Copyright 2019 - Sven Steppat)

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Über den Offenburger FV

Bereits seit 1907 wird beim Offenburger FV organisiert Fußball gespielt. Seitdem kann unser Verein auf eine beachtliche Erfolgsgeschichte zurückschauen. Uns verbindet alte Tradition und moderner Fußball. Zu den größten Erfolgen zählen mehrere südbadische Meisterschaften und Pokalsiege, Teilnahmen an den Aufstiegsspielen zur 2. Liga Süd, am DFB-Pokal und der Gewinn der Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft im Jahre 1984.

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  77652 Offenburg, Badstraße 22
  +49 (781) 2 42 34
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