Heinz „Edy“ Ettwein – Fußballer und Künstler

Der ehemalige OFV-Fußballer Heinz „Edy“ Ettwein gewann als rechter Verteidiger mit dem Offenburger FV drei Mal die südbadische Meisterschaft. Auf Gemälden hat er alte Ansichten seiner Heimatstadt für die Ewigkeit festgehalten…

Heinz Ettwein erblickte am 01. Januar 1936 in Offenburg das Licht der Welt. Das Elternhaus in Zeller Straße stand an der Stelle, wo heute die (neue) Turnhalle des Schiller-Gymnasiums – [Anm. d. Red.: ... unmittelbar neben der früheren Oberrealschule – auf dem Gelände, wo der im Jahre 1907 gegründete FC Offenburg seine Spielstätte hatte] – steht. Auf den Besuch der gleichnamigen „Oberrealschule“ in der Nachbarschaft folgte die Lehre als Lithograf in den Ätz- und Emaillierwerken C. Robert Dold, die sein Großvater mitgegründet hatte.

Trotz dieser familiären Verbindung musste Heinz Ettwein dem Lehrmeister, dem auch als Maler bekannten August Litterst aus Fessenbach, erst einmal eine Zeichenmappe als Beweis seines Talents vorlegen. Zum Glück war am „Schiller“ (im Jahre 1948 umbenannt) eine andere Offenburger Malerikone sein Zeichenlehrer gewesen. Es war die Zeit lange vor dem Arbeitszeitgesetz und seinen strengen Regeln für Auszubildende: „Der Samstag war ohnehin ein ganz normaler Arbeitstag und am Sonntag mussten wir Lehrlinge um 07:00 Uhr in der Früh mit dem Velo antreten, um mit August Litterst in die Natur zu radeln und uns im freihändigen Zeichnen zu üben!“, erinnert er sich. 1953 hängte Heinz Ettwein noch eine Lehre als Retuscheur bei Burda dran, und blieb 17 Jahre beim Offenburger Traditionsverlag. Dann erfüllte er sich einen Traum und führte bis zur Rente die „Modetruhe“ in der Hauptstraße.

Schon als Bub hatte Heinz Ettwein „als Straßenfußballer“ angefangen. Als 14-Jähriger kam er 1950 zum wiedergegründeten Offenburger FV und anfangs in der A-Jugend zum Einsatz. Größtes Ereignis war dabei in der Saison 1953/54 das Spiel der Offenburger Stadtelf gegen eine Jugendmannschaft aus Barcelona. Die Offenburger gewannen in einem mitreißenden Spiel im Kinzigstadion unerwartet, aber verdient mit 4:2 Toren.

Ab der Saison 1954/55 wechselte Heinz Ettwein in die Senioren-Mannschaft. Anfangs noch in der vierten Mannschaft eingesetzt, ließen sein Talent und Trainingsfleiß ihn über die „Zweite“ (2. Amateurliga Südbaden) in die erste Mannschaft aufsteigen. Ab der Saison 1958/59 konnte der jetzt 23-jährige Ettwein in der 1. Amateurliga Südbaden sein Können an der Seite von Otto Schroff und Hans „Hansi“ Müller unter Beweis stellen. Zehn Jahre war er rechter Verteidiger. In dieser Zeit gewannen sie drei Mal die südbadische Meisterschaft (1958, 1960, 1961) unter dem Erfolgstrainer Heinz Trenkel und nahmen an den Aufstiegsspielen zur 2. Liga Süd teil – jedoch ohne Erfolg. 1961 gewann der OFV auch den südbadischen Pokal gegen den FV Ettenheim (1:0). Die Freundschaftsspiele gegen führende Oberliga-(Bundeliga)-Vereine – am 11. Mai 1963 gegen den Hamburger SV und am 29. September 1965 gegen den FC Bayern München – waren weitere Höhepunkte in seiner sportlichen Laufbahn.


„Durch eine Fußballer-Verbindung“ habe es sich ergeben, dass Heinz Ettwein im Jahre 1968 das historische „Hinterhof-Häusle“ in der Hildastraße angeboten bekam, in dem er bis heute noch wohnt und seit 1987 ein Atelier hat. „Da hatten ursprünglich die Gesellen der nahe gelegenen Bäckerei gehaust – und so sah es auch aus!“

Aber das charmante Häuschen war genau das, was Heinz Ettwein gesucht hatte, und so machte er sich in einer Epoche, als der Zeitgeist noch eher in Richtung „Abriss und Neubau“ ging, ans „Entrümpeln und Renovieren“ und genießt bis heute seine Idylle, in der auch ein wunderschönes Ölgemälde seiner Tochter Tina als kleines Mädchen hängt.

Das Oeuvre von Heinz Ettwein ist breit gefächert, aber er hat „immer schon ein Herz gehabt für Alt-Offenburg“, was nicht zu übersehen ist: Viele heute verschwundene Ansichten seiner Heimatstadt hat er auf Leinwand gebannt, bevor die Abrissbirne kam. Neben Offenburg ist das benachbarte Straßburg für Heinz Ettwein zur zweiten Heimat geworden. Bald nach dem Krieg schon zog es ihn über den Rhein, wo er sich sehr wohl fühlt und gute Freunde hat. „Nicht nach Straßburg zu können, das fehlt mir derzeit am meisten“.

(Auszug: Mittelbadische Presse)

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