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Landesgartenschau: Die Frage nach Plan B treibt um

In der Gemeinderatssitzung hatten die Fraktionen noch einmal Gelegenheit, zum aktuellen Stand in Sachen Landesgartenschau-Bewerbung Stellung zu nehmen. Sie nutzten dies, um die Chancen des Projekts herauszustellen. Kritik gab es indes an den Grünen. Zudem kam mehrfach die Frage auf, was ohne das Burda-Areal passieren würde…

Nachdem der Zwischenbericht zur Landesgartenschau-Bewerbung der Stadt Offenburg für 2034 bereits am 16. Januar im Planungsausschuss präsentiert worden war, kam das Thema am Montagabend nochmals im Gemeinderat zur Sprache. Die Landesgartenschau sei für Offenburg „ein tolles, spannendes Thema“, das zeige, „dass wir uns in der Stadtentwicklung nicht immer mit Fünf-Jahres-Plänen auseinandersetzen“, sagte Oberbürgermeister Marco Steffens eingangs, bevor Baubürgermeister Oliver Martini nochmals die wichtigsten Ideen und Ziele zusammenfasste. Dazu zählt insbesondere die Erlebbarkeit der Kinzig. In Offenburg bestehe die Chance auf eine „wirklich innerstädtische“ Landesgartenschau.

Bei der anschießenden Fraktionsrunde gab es erneut viele lobende Worte für das Projekt. Von einem „tollen Gesamtkonzept“ sprach Freie-Wähler-Stadtrat Rudi Zipf, der FPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Bauknecht hob die „einmalige Chance“ hervor. Es wurde aber deutlich, welche Frage viele Stadträte noch umtreibt, nämlich die nach einem Plan B, sollte das Areal der Burda-Druckerei doch nicht für eine Landesgartenschau zur Verfügung stehen.

Einen solchen Plan B erwarte er von der Verwaltung, betonte CDU-Fraktionschef Albert Glatt. Und auch Gerhard Schröder (SPD) bezeichnete eine solche Alternativplanung als „ganz wichtig“. Allerdings sei das Burda-Gelände aus seiner Sicht das „i-Tüpfelchen“, so Schröder. Es sei nicht das „Todesurteil“ für die Landesgartenschau, „wenn das nicht klappen würde“.

Deutliche Seitenhiebe gab es aus den anderen Fraktionen für die Haltung der Grünen. Diese hatten bei der Beratung Anfang des vergangenen Jahres große Einwände gegen die Landesgartenschau-Pläne gehabt, unterstützen diese aber mittlerweile. Das machte auch Grünen-Stadtrat Norbert Großklaus in seiner Stellungnahme deutlich. Er wollte aber auch wissen, was bereits vor der Landesgartenschau getan werden könne, um zum Beispiel mehr Grün in der Stadt zu schaffen.

Zur Burda-Frage stellte OB Steffens übrigens klar, dass eine Landesgartenschau auch ohne das Gelände möglich sei. „Wir machen uns von keinem Einzelnen abhängig“, sagte er. Am Ende fiel die Abstimmung für eine Machbarkeitsstudie und eine umfassende Bürgerbeteiligung einstimmig aus.

Bürgerwerkstatt zur Landesgartenschau
Die Stadt Offenburg bietet im Rahmen der Bürgerbeteiligung am Samstag, 02. Februar (10:00 bis 13:00 Uhr) eine „Bürgerwerkstatt“ zur Landesgartenschau in den Konferenzräumen der Oberrheinhalle an. Der Anmeldeschluss dazu wurde auf Donnerstag (31. Januar) verlängert. Informationen und Kontakt zur Anmeldungen sind per ➠ E-Mail möglich.

Warum auch Sport zu den Heimattagen gehören soll
Dabei geht es unter anderem mit den Themen Heimattage, Landesgartenschau und dem neuen Konzept für die Jugendarbeit. Weitere ➠ Informationen

Lesen Sie einen weiteren Artikel über die Bewerbung und Planungen zur Landesgartenschau Offenburgs 2032 oder 2034 ➠ „OFV-Stadion: Entscheidung über Sanierung fällt erst 2020“…

(Lokale Quelle: Mittelbadische Presse, Bild: Hellekes Landschaftsarchitektur)