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Neues "Jugendförderkonzept" vorgestellt

Jugendspieler des Offenburger FV sind Jahr für Jahr unter anderem die begehrtesten Spieler auf dem regionalen Spielermarkt. Jung, talentiert, diszipliniert, taktisch geschult. Doch diese Ausbildung kostet eine Menge Geld. Mit einem neuen Jugendförderkonzept wirbt der OFV nun um Unterstützer. Das Kunstrasenfeld heißt bereits „HEIMATEC-Jugendarena“…

Es ist eine aufwendige Jugendarbeit, die jährlich rund EUR 120.000 verschlingt. Einen Teil davon deckt die Sparkasse mit ihrer Regionalstiftung ab, „ohne sie könnte unsere Nachwuchsarbeit nicht so von statten gehen“, weiß Sport-Vorstand Jan Kahle das langjährige Engagement zu schätzen. Da aber weitere Partner gewonnen werden müssen, werden nun individuelle Pakete für Sponsoren angeboten. „Die Jugend beim OFV soll ein eigenes Gesicht bekommen“, sagte Kahle bei einer jüngsten Pressekonferenz.

Mit der in Renchen ansässigen Firma „HEIMATEC“, ein weltweit agierender Hersteller von Präzisionswerkzeugen, konnte ein Hauptsponsor für die Nachwuchsarbeit gewonnen werden. Im Sponsoring-Paket, sind unter anderem die Namensrechte an dem Spielfeld aller U11- bis U19-Mannschaften enthalten. Künftig werden die jährlich 1.300 Trainingseinheiten und 80 Punktspiele von acht Jugendmannschaften in der „HEIMATEC-Jugendarena“ über die Bühne gehen. „Wir finden es klasse, wie sich der OFV in der Jugendarbeit engagiert und jungen Talenten eine Plattform zur sportlichen und persönlichen Weiterentwicklung bietet“, erklärte Gabriele Krieger von der Geschäftsleitung der Firma und betonte: „Wir betrachten es als Verpflichtung, soziale und gesellschaftspolitische Initiativen vor Ort zu unterstützen.“ Die Zusammenarbeit wird bereits durch Banner dokumentiert, die das Spielfeld am Kinzigdamm umrahmen. Mit dem neuen Sponsor sieht sich der OFV auf einem guten Weg, „die Jugendarbeit zu intensivieren und den Standard zu verbessern“, so Kahle.

In die neue Ausrichtung passt die Verpflichtung von Ex-Profi Timo Reus als Torwart-Trainer im Jugendbereich. Zudem können die insgesamt 17 Jugend-Trainer des Offenburger FV bereits vom Einsatz einer Videokamera am Spielfeldrand profitieren, ein Besprechungsraum soll folgen. Ein großes Thema ist immer wieder die Suche nach qualifizierten Trainern. „Der SC Freiburg oder der KSC haben ganze Listen von potenziellen Jugendtrainern. Hört bei uns einer auf, tun wir uns schwer, einen Nachfolger zu finden“, gibt Kahle zu. Oft seien es finanzielle Gründe, „dass sie tolle Spieler haben, interessiert da oft gar nicht“, bedauert er. Vielfach liege es aber auch an der Qualifikation. „Wir würden gerne eine externe Trainerschulung anbieten, den Leuten Einblick geben, Kontakte schnüren. So was hilft uns vielleicht später bei der Suche.“

Ziel müsse sein, die Jugendlichen im Verein zu halten und sie vielleicht auch beruflich bei einem Sponsor unterzubringen. „Wir wollen, dass die Spieler eine engere Bindung zu uns bekommen. Dass sie vielleicht mal sagen: Ich habe dem Verein was zu verdanken. Da verzichte ich auf ein paar Euro“, hofft Kahle. Durch die Tatsache, dass derzeit viele ehemalige Jugendspieler im Kader der Verbandsliga-Mannschaft stehen, sieht man sich auf einem guten Weg. „Dieser Jahrgang 1999/00 hat wieder eine Identifikation mit dem Verein. Die stärken uns im Ehrenamt“, hofft der Sportvorstand, der selbst noch spielt. (Auszug aus der lokalen Quelle: Mittelbadische Presse)