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Offenburger FV

Am 15. April 1945 marschierten französische Truppen von Norden herkommend in Offenburg ein und übernehmen die militärische und administrative Gewalt in unserer Stadt. Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 08. Mai 1945 ist der Krieg auf deutschem Boden beendet. Bereits im Sommer 1945 finden sich zunächst zaghaft eine Anzahl ehemaliger Spieler des Offenburger FV auf der „Stegermatt“ zusammen, suchend nach Freunden und Kameraden aus besseren Tagen. Einer Wiederaufnahme des Sportbetriebes stellen sich in dieser Zeit kaum überwindbare Hindernisse entgegen. Es blieb daher nur der privaten Initiative und Aufbauarbeit vorbehalten, hier helfend einzugreifen. Aber sehr bald sind die ersten Hindernisse überwunden. Inzwischen hatte der Sportbetrieb in Offenburg umfangreiche Formen angenommen. Im Juli 1945 gibt die französische Militärkommandantur die „Stegermatt“ über Umwege wieder frei und schon kommt es zu den ersten Wettkämpfen.

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    Offenburger FV
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    Sportanlage "Stegermatt"
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Nach den Maßgaben der französischen Militärbehörde – alle Vereine sollen ihren traditionellen Namen aufgeben – wird am 01. Juni 1946 der Einheitssportverein „Offenburger Sportvereinigung“ ins Leben gerufen. Ab dem 27. Januar 1946 (19. März 1946) nimmt der „noch bestehende“ Offenburger FV an den Punktspielen in der Badischen Oberklasse West teil. Im Dezember 1946 beschließt die Zonensportkonferenz in Freiburg eine aus den Gruppen Nord und Süd bestehenden Spitzenklasse – die Zonenliga. Nach fünf Jahren Bestand bricht im Sommer 1950 die Fußballorganisaton in der französischen Besatzungszone auseinander.

Auf ➠ Verordnung Nr. 179 vom 04. Oktober 1948 des Commandant en Chef der französischen Militärregierung: Abänderung der Verordnung Nr. 22 über die "Wiederherstellung des Vereinsrechtes im französischen Besetzungsgebiet" sowie der ➠ Verordnung Nr. 30/33 über die "Genehmigung der Gründung von Sportvereinen im französischen Besetzungsgebiet" löst sich am 15. Mai 1950 die Offenburger Sportvereinigung wieder auf. Mit der Durchführung und der Wiedererhaltung der alten Vereinsnamen erlangen auch verbotene Vereine in Offenburg ihre Traditionen wieder zurück.

Auch die Zonenliga verschwindet und im neuen Landesverband Südbaden entsteht als höchste Spielklasse die neugegründete 1. Amateurliga Südbaden. Den Kern der neuen Spielklasse bilden die Vereine der aufgelösten Zonenliga. Am 01. Oktober 1950 gibt es erstmals und verspätet einen kompletten Spieltag in der neuen Leistungsklasse. Der am 15. Mai 1950 wiedergeründete Offenburger FV verliert sein Auswärtsspiel bei der FT 1844 Freiburg (SC Freiburg) mit 3:0. Am Saisonende reicht es zu einem siebenten Tabellenplatz.

Der Initiative des 1. Vorsitzenden Egon Kahles ist es größtenteils zu verdanken, daß nach schwierigen und umfangreichen Vorarbeiten am 10. Mai 1950 der Grundstein zum Tribünenneubau gelegt wird. Nach verhältnismäßig kurzer Bauzeit durch die Firma Ferdinand Ritter weihen die Vereinsmitglieder am 08. Oktober 1950 die nach modernsten Gesichtspunkten und Vorschriften jener Zeit erbaute Zuschauertribüne aus Eisenbeton auf der „Stegermattanlage“ ein. Die Gesamtkosten für den Tribünen-Neubau betragen 45.875 Mark. Das neue Vereinslokal ist nun im Gasthaus „Neue Pfalz” in der Hauptstraße 85 untergebracht. Hier werden die Geschicke des Vereins über Jahrzehnte hinaus geleitet, bis Inhaber Karl Trunz die Gastwirtschaft aufgibt.

Im Jahre 1957 verläßt der Offenburger FV seine liebgewonnene "Stegermatt" und zieht in die neue Spielstätte "Untere Bannbösch" (ehemalige Schützenwiese) um, die den größer werdenden Aufgaben des Vereins gerechter wird. Das Haupthindernis für alle derartigen Planungen ist die Straße vom Stegermattbuckel (Stegermattstraße) über das im Jahre 1922 erbaute Schwimmbad zur Badstraße. Das ganze Gelände, einschließlich Schwimmbad, Männerbadgesellschaft, Haus der Jugend (ehemals Jugendherberge), liegt umschlossen von der Grabenallee, im Süden vom Bahndamm und im Westen vom Mühlbach mit der kümmerlichen Brücke bei der Dampfwäscherei Alois Ilg. Das einzige Trainings- und Wettspielfeld ist unbestreitbar sehr schlecht, weil es auf einer Lehmschicht liegt. Die Herrichtung zu einem guten Spielfeld kann nur erfolgen, wenn mindestens 50 cm tief ausgehoben und mit neuem Kies aufgefüllt wird. Ein neuer Mutterboden muß aufgetragen und angesät werden. Die Kosten einer solchen Maßnahme sind enorm und Oberbürgermeister Karl Heitz beziffert die Kosten auf ungefähr 50.000 Mark.

In der Saison 1965/66 gibt es erstmals ein Programmheft zu den Spielen der 1. Mannschaft, das auch finanziellen Gewinn für den Verein einbringt. Im Sommer 1966 verlegt der OFV sein Vereinslokal in die OFV-Gaststätte im Stadion, nachdem die „Neue Pfalz“ von der Wagner Brauerei an den "Wienerwald" verpachtet wird. Nach Umbauarbeiten im Gebäude eignen sich die Räumlichkeiten fortan nicht mehr den Zweck als Vereinslokal. In der OFV-Gaststätte bewirtet bereits Gastwirt und Metzgermeister Hermann Grieble seine Gäste.

Der Offenburger FV spielte 28 Jahre ununterbrochen in südbadens höchster Fußball-Eliteklasse. Die ehwige Tabelle führt er mit 866 Spielen (500/157/209), einem Tor- und Punkteverhältnis von 1.979:1.074 und 1.157:575 unangefochten an und ist mit neun erzielten Meistertiteln der erfolgreichste Verein in der 1. Amateurliga Südbaden – 1952, 1953, 1954, 1958, 1960, 1961, 1967, 1974 und 1975. Die Torjägerliste wird angeführt von Hans "Hansi" Müller, der es in 14 Jahren auf 196 Treffer bringt. Dahinter folgt ihm sein Offenburger Vereinskamerad Werner Stürzel (10/109). Neben den Meisterschaften stand der Offenburger FV zwischen 1948 und 1978 sechs mal im Endspiel um den Südbadischen Pokal und konnte diesen zwei Mal für sich entscheiden - 1961 und 1967. Seit 1950 war der Offenburger FV drei Mal an den Spielen um die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft (Süddeutsche Fußball-Amateurmeisterschaft) vertreten. Für die Offenburger waren es jeweills Amateurmeisterschaftsspiele und Aufstiegsspiele zugleich. Die Jahre im südbadischen Oberhaus sind geprägt vom Bemühen des OFV, den lang ersehnten Sprung nach oben in die „Zweitklassigkeit“ zu schaffen. Der erhoffte Aufstieg in die 2. Liga Süd bzw. Regionalliga Süd gelingt dem Verein jedoch nie.

In der Saison 1976/77 kommt zum ersten Mal ein Sponsor auf die Trikots. Das Offenburger Kronenbrauhaus prangte mit dem Schriftzug „Kronen Bräu“ auf der Brust der Spieler. Später ist Vivil lange Zeit Begleiter des Offenburger FV.

Nach zwei gewonnenen Meisterschaften (1974 und 1975) befindet sich der Offenburger FV gerader in einer Phase der Konsolidierung und des Neuaufbaues, als im Herbst 1976 der Beschluß des Deutsche Fußballbund (DFB) „wie ein Blitz“ einschlägt. Über seine Regionalverbände will der DFB die Weichen für eine einheitliche Klasseneinteilung an der Spitze des Amateurfußballes stellen.

Mit dem Erreichen „über die Hintertür“ für die neu gegründete ➠ Oberliga Baden-Württemberg beginnt für den Offenburger FV eine neue "Zeitrechnung"...

(Copyright 2018 - Sven Steppat)

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Über den Offenburger FV

Bereits seit 1907 wird beim Offenburger FV organisiert Fußball gespielt. Seitdem kann unser Verein auf eine beachtliche Erfolgsgeschichte zurückschauen. Uns verbindet alte Tradition und moderner Fußball. Zu den größten Erfolgen zählen mehrere südbadische Meisterschaften und Pokalsiege, Teilnahmen an den Aufstiegsspielen zur 2. Liga Süd, am DFB-Pokal und der Gewinn der Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft im Jahre 1984.

  Offenburger FV 1907 e.V.
  77652 Offenburg, Badstraße 22
  +49 (781) 2 42 34
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