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  • Offenburger FV und die Oberliga
  • Fußball zum Verlieben!... "Eine Delikatesse für Jedermann!"


    Vor 40 Jahren begann eine neue Zeitrechnung für den Offenburger FV mit 13 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit in der Oberliga Baden-Württemberg – mit drei Vize-Meisterschaften und dem Gewinn der „Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft“ – als historische Höhepunkte einer traditionsreichen Vergangenheit…


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  • Ticket-Service... "Die neuen Saison-Tickets" sind da


    Pünktlich zum Saisonstart bietet der Offenburger FV auch dieses Jahr wieder Saison-Tickets im Vorverkauf an. Somit läuft ab sofort der freie Dauerkartenverkauf für die Saison 2018/19...


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  • Mehr als... "100 Jahre Fußball" beim Offenburger FV


    Es ist ein bedeutungsvolles Ereignis, wenn ein Sportverein auf ein jahrelanges Bestehen zurückblicken kann. In Jahrzehnten spiegelt sich in der Geschichte einer Gemeinschaft wieder, die sich klein zusammenfand, erweiterte und immer wieder erneuerte - in kameradschaftlicher Zusammenarbeit zur Pflege und zur Förderung des Fußballsports...


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  • Verbandsliga Südbaden... "Der neue Spielplan"


    Pünktlich zum Saisonstart bietet der Offenburger FV auch dieses Jahr wieder Saison-Tickets im Vorverkauf an. Somit läuft ab sofort der freie Dauerkartenverkauf für die Saison 2018/19...


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Offenburger FV und die Oberliga

Der Offenburger FV befindet sich nach zwei gewonnenen Meisterschaften (1974 und 1975) gerade in einer Phase der Konsolidierung und des Neuaufbaues, als im Herbst 1976 der Beschluß des DFB „wie ein Blitz“ einschlägt. Über seine Regionalverbände stellt der Deutsche Fußballbund (DFB) die Weichen für eine einheitliche Klasseneinteilung an der Spitze des Amateurfußballes. In der Saison 1978/79 gibt es erstmals im Regionalverband Baden-Württemberg eine, aus den Landesverbänden Württemberg (und Schwarzwald-Bosensee), Nordbaden und Südbaden, bestehende Amateur-Oberliga, als eine der dritthöchsten deutschen Fußballklassen unter der 2. Bundesliga. Der Südbadische Fußballverband hat entschieden, daß die ersten fünf Vereine der 1. Amateurliga Südbaden nach Abschluß der Saison 1977/78 in die Oberliga Baden-Württemberg aufsteigen.

Als einziger Verein aus dem Großkreis Ortenau hat sich der Offenburger FV entschieden, daß gesteckte Ziel zu erreichen. Der Verein ist die Erreichung dieses Ziels nicht nur Wunschdenken, sondern Verpflichtung gegenüber seiner Tradition und dem eigenen Publikum. Doch das kostet Geld – viel Geld sogar – das der OFV allein nicht mehr aufbringen kann. Im November 1976 wir die „OFV-Aktion Amateur-Oberliga – Ich bin dabei!“ aus der Taufe gehoben.

Mit einem enttäuschenden siebenten Platz nach Ende der Vorrunde muß kurz vor Weihnachten 1977 Trainer Lutz Hangartner den Platz für den ehemaligen 22-fachen jugoslawischen Nationalspieler und Diplom-Sportlehrer Anton Rudinsky frei machen. „Verstehen Sie mich bitte nicht als Wunderheiler, aber ich darf Ihnen versichern, daß ich alles Erdenkliche in Bewegung setzten werde, damit der Offenburger FV sein gestecktes Ziel doch noch erreicht“, gibt der neue Trainer zuversichtlich bekannt. Nach dem 31. Spieltag scheint der Traum vom Aufstieg bereits endgültig vorbei und nach dem letzten Spiel in der 1. Amateurliga Südbaden findet sich der OFV - statt unter den Ersten fünf - nur auf einem Nichtaufstiegsplatz wieder. Im Umfeld des Vereins gibt es bereits Proteste wegen der verpassten Qualifikation. Am Ende überrascht und profitieren die Offenburger durch den Aufstieg des 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga und des südbadischen Meister SC Freiburg in die 2. Bundesliga, und schlüpfen als Tabellensechster quasi über die „Hintertür“ in die Oberliga Baden-Württemberg hinein.

Noch missglückt am 22. Juli 1978 die Generalprobe durch eine 1:2-Niederlage in Lahr beim südbadischen Pokalfinale gegen den SC Freiburg. Am 29. Juli 1978 fällt der Startschuß in eine „Mammutrunde“ von 38 Punktspielen. Beim Auftakt gegen den FV 09 Weinheim hat der OFV Pech, das Barometer zeigt über 30 Grad im Schatten, startet dennoch mit einem 3:2-Sieg erfolgreich. Nach fünf Spielen thront der OFV auf Platz eins und wird mit 27:11 Punkten sogar Herbstmeister. Elf Spieltage vor Saisonende deutet noch alles auf ein „Kopf-an-Kopf“-Rennen zwischen dem OFV und dem SSV Ulm hin. Beide Mannschaften haben die gleiche Verlustpunktzahl, wobei der OFV zwei Spieler weniger ausgetragen hat. In den vorentscheidenden Auseinandersetzungen im Spitzenkampf setzt eine gewisse „Fußball-Müdigkeit“ in der Mannschaft ein und der OFV hat im Kampf um den ersten Oberliga-Meistertitel nichts mehr zu tun. Eine Niederlagenserie aus den letzten sieben Spielen machen alle Meisterschaftsträume vorzeitig zunichte.

Mit sehr viel Optimismus startet der Offenburger FV in seine zweite Saison der jetzt auf 18 Vereine reduzierten Oberliga Baden-Württemberg. Für Trainer Anton Rudinsky (zum Freiburger FC) kehrt Hans Cieslarzyk nach vier jähriger Abwesenheit auf die Kommandobrücke zurück. Aber die hohen Erwartungen erfüllen sich nicht. Enttäuschend verläuft auch die Saison 1980/81 für den als Top-Favoriten startenden Offenburger FV. Nach dem letzten Spiel gegen den FV Biberach (4:0) kommen die Offenburger lediglich als Sechster ein. Das südbadische Pokalendspiel im Juni 1981 in Achern gegen den FC Rastatt 04 geht mit 0:3 verloren. Das DFB-Pokalspiel am 31. August 1980 beim Nordrhein-Oberligisten SC Rot-Weiß Oberhausen bringt dem OFV schon das „Aus“ in der ersten Runde. Die Offenburger hinterlassen einen beachtlichen Eindruck trotz der knappen 0:1-Niederlage im Niederrheinstadion.

Wegen der finanziellen Lage wird vor der Saison 1981/82 auf kostspielige Neuverpflichtungen verzichtet. Nach einer miserablen Vorrunde gelingt dem OFV eine Serie von elf Spielen ohne Niederlage und als Tabellendritter hat er vor dem letzten Spieltag plötzlich noch die Chance auf den zweiten Platz. Aber der OFV verliert sein letztes Spiel beim VfR Heilbronn (0:3) und verspielt dadurch die Teilnahme an der Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft. Im südbadischen Pokalfinale am 27. Mai 1982 in Reute gibt es mehr Schwierigkeiten, als es das Ergebnis besagt. Der Oberliga-Sechste bekleckert sich zwar nicht mit Ruhm, gewinnt aber das 28. Endspiel in der Geschichte des Verbandspokals gegen den Verbandsligisten SV Kirchzarten mit 3:1. Für die Offenburger ist es bereits die siebente Endspielteilnahme. Am 29. August 1981 schafft der Offenburger FV den Sprung in die zweite DFB-Pokal-Runde. Der 3:0-Sieg im Karl-Heitz-Stadion gegen die Reinickendorfer Füchse hat doppelt so hoch ausfallen müssen. Der Offenburger Angriffsfußball zeigt dem Gast aus Berlin deutlich die Grenzen auf. „Das ist natürlich besonders ärgerlich, wenn man in der letzten Minute so ein Tor hinnehmen muß“, lamentiert Trainer Klaus Blawert nach der 1:2-DFB-Pokal-Niederlage am 11. Oktober 1981 beim 1. FC Bocholt und dem „Aus“ im DFB-Pokal.

Der Offenburger FV hat in dieser Saison viele Gründe zum Feiern. Der erfolgreichste südbadische Fußballverein feiert seinen 75. Geburtstag. „75 Jahre Offenburger FV“ – das waren mehr Höhen als Tiefen. Seit 1978 gehört er der neu geschaffenen Oberliga Baden-Württemberg an, in der er durchweg respektable Platzierungen erreicht, jedoch (noch) nicht ganz vorne mitspielt. Nach Abschluß der vierten Spielsaison in der Oberliga Baden-Württemberg zeigt die ewige Tabelle den Offenburger FV als Spitzenreiter (140 Spiele 66/33/41 - 234:161 Tore und 165:115 Punkte) dieser Rangliste.

„Jetzt könne wir‘s ja laut sagen“, äußert OFV-Vorsitzender Ludwig „Louis“ Fischer nach dem letzten Saisonspiel am 21. Mai 1983 im Karl-Heitz-Stadion gegen den FV Lauda (2:1): „wir haben unser geplantes Saisonziel genau geschafft. Platz zwei war von uns vorher fest ins Auge genommen worden.“ Nach einer spannenden fünften Oberliga-Spielzeit und gegen starke Konkurrenz ist der Offenburger FV Zweiter und damit Teilnehmer an den Spielen um die Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft. 23-mal trifft Herbert Anderer ins "Schwarze" und kann sich mit dem Titel „Torschützenkönig“ schmücken. Zwei Tage mach dem Saisonfinale kommt es in Zell-Weierbach zum innerstädtischen Pokal-Halbfinal-Derby zwischen dem Landesliga-Dritten FV Zell-Weierbach und dem OFV. Nach 120 Minuten Schlammschlacht auf dem Hartplatz und einem 3:3 nach Verlängerung verpaßt der Favorit den Einzug in das südbadische Pokalendspiel in Donaueschingen.

In den Spielen um die Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft kommt der Offenburger FV im Hinspiel bei den Amateuren von Eintracht Frankfurt (1:5) „bös unter die Räder“. 6:1 – Wer hätte das gedacht? Im Rückspiel triumphiert der OFV vor 1.000 Zuschauern im Karl-Heitz-Stadion und zieht in das Habfinale ein. An der traditionsreichen Grünwalder Straße geht ein ersatzgeschwächter OFV übel unter und unterliegt gegen auf Revanche eingestellte Münchener mit 0:6 (Hinspiel: 4:2).

Welch deutscher Fußball- Amateurverein hat noch nicht davon geträumt, einmal im DFB-Pokal für Furore zu sorgen und einen Bundeligaclub aus dem Feld zu räumen? Bei der Auslosung zur ersten Runde kommt am 28. August 1982 der UEFA-Cup-Teilnehmer SV Werder Bremen ins Karl-Heitz-Stadion. Und der Offenburger FV rüttelte am Sockel, aber das Denkmal bleibt stehen. Der OFV tut alles in seinen Kräften stehende, um seine 4.500 Zuschauer möglichst lange bei Laune zu halten. Aber letztlich reicht ein starker Wiederstand bei der 1:4-Niederlage nicht aus.

Nach dem Erreichen der Vize-Meisterschaft im letzten Jahr wird der Offenburger FV allerorts zum Titelfavoriten erklärt. Bedingt durch die Amateurmeisterschaftsspiele beginnt die Mannschaft erst zwei Wochen verspätet mit der Saisonvorbereitung. Nach zwölf Spielen liegt der OFV nur auf einem Mittelfeldplatz. Trotz optimaler Punkteausbeute in der Rückrunde reicht es zum zweiten Tabellenplatz. Als Trost für eine verpaßte Meisterschaft bleibt wieder „nur“ die Teilnahme an den Spielen um die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft. Doch diese Teilnahme geht in die Geschichte des Vereins ein: Den Grundstein legen die Offenburger in der Vorrunde gegen Tennis Borussia Berlin (1:2 und 4:1) und ziehen ins Halbfinale ein. Mit dem 4:4-Unentschieden aus dem Trierer Mosel-Stadion im Rücken, bieten sich dem OFV alle Chancen, um mit einem Heimsieg gegen Eintracht Trier (4:1) das Endspiel um die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft zu erreichen. 4.000 begeisterte Zuschauer im Karl-Heitz-Stadion erleben nach der unnötig verpassten Meisterschaft zum späten Saisonabschluß nochmals eine Glanzleistung ihrer Mannschaft. Auf der letzten Etappe in Richtung Endspiel wirft der OFV den Südwest-Zweiten mit einem hochverdienten 4:1-Sieg aus dem Rennen.

Der Offenburger FV hat es (fast) geschafft. Er steht im Endspiel um die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft. Fußball zum Verlieben! Eine Delikatesse für Jedermann!“ – Und er darf sich mit dem Titel „Deutscher Fußball-Amateurmeister 1984“ schmücken. Glorreich hat der OFV am 16. Juni 1984 vor 9.000 Zuschauern das Endspiel gegen Eintracht Hamm mit 4:1-Toren für sich entschieden.

Zu Beginn der Saison 1984/85 wird der Offenburger FV einmal mehr von allen Experten der Oberliga zum Favoriten der neuen Runde erklärt – noch dazu als amtierender Deutscher Fußball-Amateurmeister. Nach zwölf Begegnungen ist der OFV Tabellenführer und aus den ersten fünfzehn Pflichtspielen holt er 22:8 Punkte! Doch noch im Dezember 1984 beginnt eine weniger erfolgreiche Serie. Nach dem 30. Spieltag und der 1:4-Niederlage beim FV 09 Weinheim sind die Titelträume praktisch ausgeträumt und lassen den OFV am Ende der Spielzeit als Viert-Patzierten die Saison beenden. Wenn Enttäuschungen schon mal eintreten und bekanntlich nicht einmalig sind, verliert der OFV auch noch das südbadische Pokalendspiel in Gutach-Bleibach gegen den Oberliga-Absteiger SV Weil a. Rhein (0:1).

Die Oberliga Baden-Württemberg ist in der Saison 1985/86 ausgeglichener denn je. Der Offenburger FV mit seinem neuen Trainer Heinz Sartor steht dieses Mal bei den Fußball-Experten nicht so hoch im Kurs. Der OFV ist zu einer „Diva“ – allerdings zur launischen – der Oberliga avanciert und ist in seinen Spielen zu unbeständig. Unmittelbar vor der Winterpause findet sich der OFV völlig überraschend im unteren Teil der Tabelle wieder und ist erstmals abstiegsgefährdet. Nach der Winterpause ist Schluß für Trainer Heinz Sartor. Sein Stiel kommt bei der Mannschaft nicht an. Der als „hart“ bekannte Anton Rudinsky steht ein zweites Mal auf der „OFV-Kommandobrücke“. Weder Sartor noch Rudinsky können in der laufenden Saison der Mannschaft entsprechend Halt geben. Kurze Höhenflüge werden durch peinliche Niederlagen jäh gestoppt. Nur wenige Spieler schaffen es an ihre Leistungsgrenzen und einige verlieren im Laufe der Spielzeit völlig ihr Selbstvertrauen. Nach dem letzten Saisonspiel am 17. Mai 1986 gegen den VfR Aalen rettet sich der OFV noch auf den zehnten Tabellenplatz. Oberliga-Torschützenkönig wird Herbert Anderer mit 24 Treffern. Was viele im Umfeld bereits ahnen, dem renommierten Fußballverein plagen Probleme – sportlicher ebenso wie finanzieller oder personeller Art. Seit der Jahreshauptversammlung am 21. März 1986 ist es auch für Jeden gewiss, der Offenburger FV steckt tief in den „roten“ Zahlen.

Die Saison 1986/87 beginnt mit einer 0:3-Niederlage beim FV Lauda und es folgen zwei weitere Unentschieden. Bereits jetzt berichtet die Presse vom vermeintlichen Abstiegskandidaten Offenburger FV. Im weiteren Verlauf der Vorrunde gibt es spannende Spiele und der OFV verabschiedet sich mit 27:13-Punkte in die Winterpause. System, Wille, Kraft und vor allem Disziplin sind die Tugenden dieser Mannschaft und unverkennbar ist die Handschrift von Trainer Anton Rudinsky. Die 14:6 Punkte aus den letzten Pflichtspielen bringen den erneuten Vize-Titel – einen Punkt hinter Meister SV Sandhausen – und die damit verbundene Teilnahme an den Spielen um die Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft. Ein abwehrstarker und kämpferisch hervorragend eingestellter Offenburger FV verteidigt mit einem verdienten 1:1-Unentschieden bei Wormatia Worms seinen in Offenburg herausgeschossenen Drei-Tore-Vorsprung (3:0) und erreicht zum dritten Mal das Halbfinale im Kampf um die deutsche Amateurmeisterschaft. Als nächster Gegner werden wieder die Amateure von Bayern München zugelost. Nach einem 4:1-Sieg im Karl-Heitz-Stadion muß sich der OFV eine Woche später im Stadion an der Grünwalder Straße mit 1:5 geschlagen geben. Den Erfolg von 1984 kann der er nicht wiederholen. Das südbadische Pokalfinale am 09. Juni 1987 in Bötzingen gewinnt der Offenburger FV gegen den FC Konstanz mit 5:1.

Trainer Anton Rudinsky verläßt noch vor der Saison 1987/88 den Offenburger FV wegen unüberbrückbarer finanzieller Differenzen. Die aus Kostengründen ganz gezielt angestrebte Verjüngung der Mannschaft wirkt sich logischer Weise zunächst nicht unbedingt positiv auf die Homogenität und auf das spielerische Vermögen aus. Mit Bernd Schmider als Trainer macht für alle das fantastische DFB-Pokalspiel am 29. August 1987 im Karl-Heitz-Stadion gegen Borussia Dortmund unvergessen. Ein tolles Spiel über 120 Minuten und ein mehr als verdientes 3:3-Unentschieden in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde. Getragen von 7.000 Zuschauern wächst der OFV über sich hinaus und bringt den Bundesligisten und UEFA-Cupteilnehmer an den Rand einer Niederlage (Rückspiel 0:5). Aber der „graue“ Ligaalltag mit den Pflichtspielen holt die Mannschaft schnelle wieder ein. Nach 20 Spielen rangiert der OFV auf einem 13. Tabellenplatz. Eine für den gesamten Verein und seinem Anhang absolut ungewöhnliche Situation. Am 07. April 1988 rutscht der OFV nach der 1:3-Pleite gegen den VfR Mannheim sogar auf einen Abstiegsplatz ab. Im Endspurt um den Ligaerhalt schaffen die Offenburger doch noch den Klassenerhalt.

Nachdem Rudi Kröner bereits für die Spielzeit 1984/85 als Kandidat für den Trainerposten beim Offenburger FV galt, wird er zur Saison 1988/89 als neuer Trainer vorgestellt. Nach einer ordentlichen Spielrunde kommt der OFV auf Platz sechs ein. Trotzdem wird der Vertrag mit dem Trainer nicht verlängert.

Mit einem furiosen 4:1-Sieg über den 1. FC Pforzheim startet der Offenburger FV in die Saison 1989/90. Nach Abschluß der Vorrunde ist der OFV Zweiter. Das Spitzenspiel nach der Winterpause gegen den SV Sandhausen gewinnen die Offenburger mit 2:1 und erklimmen die Tabellenführung. Doch Unstimmigkeiten in der Mannschaft und Ausfälle durch Verletzungen vom Stammspielern sorgen dafür, daß ganz wichtige Spiele verloren gehen. Mit einer 1:2-Niederlage gegen den SSV Reutlingen verabschiedet sich der OFV schließlich aus dem Titelrennen und am Saisonende verläßt eine fast komplette Mannschaft den Verein.

Vor der Saison 1990/91 zählt der Offenburger FV nicht zu den Meisterschaftsanwärtern in der Oberliga Baden-Württemberg, obwohl mit Anton Rudinsky ein erfahrener Trainer zum dritten Mal übernimmt. Die vielen personellen Veränderungen mit Spielern aus der regionalen Umgebung machen den Offenburger FV nicht mehr konkurrenzfähig. Am 15. Dezember 1990 und kurz vor der Winterpause steht der OFV mit 11:23 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz! Der Verein ist zum Handeln gezwungen und beurlaubt Trainer Anton Rudinsky. Für ihn kommt der unerfahrene Rumäne Octavian Popescu (TSV 1860 München) und muß nach kurzer Handlungszeit ebenso gehen. Am 17. April 1991 übernimmt Hans Cieslarczyk. Aber auch er kann den freien Fall nicht mehr stoppen. Am 12. Mai 1991 und nach 13 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit ist der bittere Abstieg aus der Oberliga Baden-Württemberg bittere Wahrheit.

Bilanz: 1978/79 (5.), 1979/80 (5.). 1980/81 (6.), 1981/82 (6./Südbadischer Pokalsieger), 1982/83 (2./Teilnahme an der Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft), 1983/84 (2./Deutscher Fußball-Amateurmeister), 1984/85 (4.), 1985/86 (10.), 1986/87 (2./Teilnahme an der Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft), 1987/88 (11.), 1988/89 (6.), 1989/90 (5.). 1990/91 (17./Abstieg in die Verbandsliga Südbaden).

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(Copyright 2019 - Sven Steppat)

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Sanierungsfall Karl-Heitz-Stadion
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